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Generalstreik gegen Mubarak |
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Ägypten
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Dienstag, den 01. Februar 2011 um 13:09 Uhr |
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Kairo erlebt derzeit die wohl grösste Demonstration seiner Geschichte. Bereits jetzt sind Berichten des arabischen Fernsehsenders Al-Jazeera zufolge Hunderttausende auf dem Tahrir-Platz versammelt. Die Oppositionsbewegung spricht bereits von mehr als einer Million Teilnehmer und will von dem Platz aus zum Präsidentenpalast demonstrieren. Derzeit hält sich das Militär offenbar zurück. Hohe Offiziere hatten gestern im staatlichen Fernsehen angekündigt, nicht gegen friedliche Demonstrationen vorzugehen, da die Forderungen der Protestierenden »legitim« seien. Derzeit verteilen Soldaten offenbar Flugblätter, in denen sie ankündigen, das Volk »beschützen« zu wollen. Demgegenüber hat die ägyptische Regierung angekündigt, in Kürze wieder die Mobilfunknetze abschalten zu wollen. Internetzugänge sind bereits seit Tagen blockiert. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte schätzt die Zahl der bei der Unterdrückung der Proteste bislang getöteten Menschen auf über 300.
Sprecher der Opposition haben Staatschef Mubarak aufgerufen, zurückzutreten und das Amt seinem gerade erst ernannten Vizepräsidenten Omar Suleiman zu übergeben. Der frühere Geheimdienstchef gilt offenbar Teilen der Widerstandsbewegung als besserer Kandidat als der vom Westen favorisierte frühere Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed ElBaradei.
Über Twitter verglich Al-Jazeera-Korrespondent Dan Nolan die Stimmung auf dem Tahrir-Platz gerade mit einer »ägyptischen Variante von Woodstock«. Die Sprechchöre richten sich seinen Berichten zufolge nicht nur gegen Mubarak, sondern auch gegen Suleiman und die USA, denen die Protestierenden vorwerfen, das Regime noch immer zu unterstützen. Für viele Protestierende hat auch die kaum verhüllte Parteinahme der israelischen Regierung für Mubarak dessen Charakter als »Marionette der USA und der Zionisten« endgültig klar gemacht.
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