|
Demokratieexport: F16-Bomber für Marokkos Königshaus |
| Drucken | |
E-Mail |
|
Marokko
|
|
Montag, den 08. August 2011 um 15:49 Uhr |
|
Die Befreiungsbewegung der Westsahara, die Frente Polisario, hat am Wochenende mit »tiefer Besorgnis« auf die Lieferung von US-amerikanischen F-16-Bombenflugzeugen an die marokkanische Regierung reagiert. Im Namen der Regierung der Demokratischen Arabischen Republik Sahara verbreitete die saharauische Nachrichtenagentur SPS am Sonnabend eine Erklärung in der Washington an seine »Verantwortung für Sicherheit und Frieden in der Welt« erinnert wird. Dem stehe die Lieferung von hochmodernen Kriegswaffen an einer kolonialistische Militärmacht entgegen- Das marokkanische Militär habe in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gezeigt, dass es Spannungen und Instabilität in der Regierung provoziere und die Menschenrechte der Bevölkerung in schrecklichster Weise verletze.
»Diese Art von Verträgen, die das Regime mit dem Geld des marokkanischen Volkes bezahlt, trägt nicht zu der Entwicklung bei, die in Marokko erwartet wird, sondern ist eine weitere Gelegenheit, die eiserne Hand gegen das marokkanische Volk anzuwenden. Sie entspricht nicht den Bedürfnissen der Region, die auf den Aufbau einer Maghreb-Union und auf die Entwicklung von Frieden und gegenseitigem Respekt hofft«, so das Kommuniqué weiter. Marokko brauche keine Verträge über Waffenlieferungen, sondern eine wirkliche Demokratie und die Durchsetzung der Menschenrechte sowie eine Beendigung seiner illegalen Militärpräsenz in der besetzten Westsahara.
An der offiziellen Übergabe der ersten Teillieferung der F-16-Bomber sowie der Vorstellung der in den USA an den Kampfflugzeugen ausgebildeten marokkanischen Piloten hatten einem Bericht der marokkanischen Nachrichtenagentur MAP zufolge am vergangenen Donnerstag hochrangige Delegationen beider Länder teilgenommen. Aus den USA war unter anderem der Chef des Generalstabs der US Air Force, Norton Schwartz, eigens in die Luftwaffenbasis Ben Guerir im Zentrum Marokkos gekommen.
Auch in Algerien wird die Waffenlieferung mit Sorge beobachtet. Das Onlinemagazin TSA (Tout sur l’Algérie) führte den Kauf der US-Flugzeuge durch Rabat auf die im vergangenen Jahr erfolgte Lieferung russischer Sukhoi-Maschinen an Algier zurück. Vor dem Hintergrund des Westsahara-Konflikts, in dem Algerien die Polisario unterstützt, führten beide Länder seit Jahrzehnten einen Kalten Krieg, so das Portal. Während sich Algier vor allem in Deutschland und Russland mit Waffen eindecke, bediene sich die marokkanische Monarchie lieber in den USA.
|
Kommentare
Dieser Artikel provoziert doch nur.
Und wenn da noch einer auf die Idee kommt ,,ja, da darf man doch nicht wegsehen'' dem ist nicht mehr zu helfen.
poliding sind nur ein haufen alter verkommener abschaum die irhen plan verfehlt haben:die sahara an algerien auf silbernem taffel zu präsentieren.
na dann traümt schön weiter..