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Südafrika entscheidet sich: Für Fidel, gegen den Dalai Lama | Drucken |  E-Mail
Südafrika
Mittwoch, den 25. März 2009 um 21:38 Uhr
Die südafrikanische Regierung setzt deutliche Zeichen und bringt die Mainstream-Medien gegen sich auf. Am vergangenen Sonntag gab das südafrikanische Außenministerium bekannt, Südafrika habe einen Visumsantrag des Dalai Lama abgelehnt. Der Anführer der tibetischen Separatisten wollte in Johannesburg an einer Friedenskonferenz teilnehmen. Der Pressesprecher des südafrikanischen Außenministeriums, Ronnie Mamoepa, sagte jedoch, die südafrikanische Regierung habe den Dalai Lama nie dazu eingeladen.

Die chinesische Regierung begrüßte diesen Schritt Pretorias. Der chinesische Außenministeriumssprecher Qin Gang erklärte am Dienstag, der Dalai Lama sei keine einfache religiöse Persönlichkeit. Er sei ein im Exil lebender Politiker, der Spaltungsaktivitäten betreibe und die nationale Souveränität in Frage stelle. China sei gegen jegliche Versuche des Dalai Lama, separatistische Aktivitäten zu unternehmen. China lehne es zudem ab, dass Regierungen offizielle Kontakte mit ihm aufnähmen oder eine Plattform für seine Spaltungsaktivitäten böten.

Am heutigen Mittwoch wurde nun bekannt, dass Südafrika dem langjährigen kubanischen Präsidenten Fidel Castro eine der höchsten Ehrungen des Landes verleihen wird. Südafrikas Präsident Kgalema Motlanthe will Fidel für seine Verdienste bei der Beseitigung von Rassismus, Kolonialismus und Apartheid mit dem »Orden der Genossen O.R. Tambos in Gold« auszeichnen. Die nach dem langjährigen Vorsitzenden der heutigen Regierungspartei ANC während des Kampfes gegen die Apartheid, Oliver Tambo, benannte Auszeichnung wird seit 2002 ausländischen Persönlichkeiten verliehen, die sich um Südafrika verdient gemacht haben.

Südafrikas Regierungssprecher Thabo Masebe sagte, der Preisträger sei kontaktiert worden. »Bevor Namen auf der Liste auftauchen, gibt es einen Nominierungsprozess. Alle angekündigten Personen sind kontaktiert worden und haben ihre Nominierung für den Preis akzeptiert.« Auf die Frage von Journalisten, ob Fidel den Preis persönlich entgegen nehmen werde, zeigte sich Masebe skeptisch, verwies aber auf das Außenministerium. Dort wollte man zunächst keine Stellungnahme abgeben.
 

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