| Wahlkommission erklärt ANC zum Wahlsieger | | Drucken | |
| Südafrika |
| Sonntag, den 26. April 2009 um 11:25 Uhr |
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Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) hat die südafrikanischen Parlamentswahlen mit deutlichem Abstand gewonnen und gegenüber der Wahl 2004 mehr als 769.000 Stimmen hinzugewonnen. Mit einem Ergebnis von 65,9 Prozent der Stimmen schrammt die frühere Befreiungsbewegung jedoch haarscharf an der Zwei-Drittel-Mehrheit vorbei. Das geht aus dem offiziellen Endergebnis hervor, das die südafrikanische Unabhängige Wahlkommission (IEC) veröffentlichte. Der Wahl des Parteivorsitzenden Jacob Zuma zum neuen Präsidenten Südafrikas steht somit nichts mehr im Wege, die entsprechende Abstimmung im südafrikanischen Parlament findet voraussichtlich am 9. Mai statt.
Die Wahlkommission erklärte die Abstimmung vom 22. April für »frei und fair«. Mit 77,3 Prozent lag die Wahlbeteiligung so überraschend hoch, dass an manchen Orten die Wahlzettel ausgingen oder die Urnen die Stimmzettel nicht mehr fassen konnten. Trotzdem seien die Wahlen letztlich sehr erfolgreich verlaufen, sagte IEC-Chefin Patsy Tlakula. Auf dem zweiten Platz landete mit 16,9 Prozent die Oppositionspartei »Demokratische Allianz« (DA), während die ANC-Abspaltung »Kongress des Volkes« (COPE) mit gerade einmal 7,41 Prozent weit hinter den eigenen Erwartungen zurück blieb. Die rechte »Inkatha-Freiheitspartei« erreichte 4,55 Prozent und setzt damit ihren bei allen Wahlen seit 1994 anhaltenden Niedergang fort. Diesmal hatte die stark regional unter den Zulus verankerte Partei damit zu kämpfen, dass auch der künftige Präsident Jacob Zuma dieser Volksgruppe angehört. Auch der linksradikale »Pan-Afrikanistische Kongress von Azania« (PAC) setzte seinen Niedergang fort und kam nur noch auf 0,27 Prozent der Stimmen. Die 2003 gegründete PAC-Abspaltung »Unabhängige Demokraten« (ID) erreichte mit 0,92 Prozent mehr als dreimal so viele Stimmen wie der PAC. Das künftige Parlament dominiert natürlich der ANC, der 264 Sitze erreichte, drei weniger als für die Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig gewesen wären. Die DA entsendet 67 Vertreter, der COPE 30. Inkatha kommt auf 18 Abgeordnete. Jeweils vier Vertreter können aufgrund regionaler Verankerung die »Unabhängigen Demokraten«, die als sozialdemokratisch bezeichnete »Vereinigte Demokratische Bewegung« und die Buren-Partei »Vryheidsfront Plus« entsenden. Auf drei Abgeordnete kommt die christlich-fundamentalische »Afrikanische Christdemokratische Partei« und zwei Sitze bekommt die »Vereinigte Christdemokratische Partei«. Immerhin noch einen Vertreter entsenden der PAC, die »Afrikanische Volkskonvention« (APC), eine weitere PAC-Abspaltung, die aus der Black-Consciousness-Bewegung von Steve Biko hervorgegangene »Azanische Volksorganisation« (AZAPO), die von indischstämmigen Südafrikanern gegründete »Minderheitsfront« (MF). Neuere Artikel:
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