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Westerwelle belohnt marokkanische Regierung für tödliche Gewalt | Drucken |  E-Mail
Westsahara
Dienstag, den 16. November 2010 um 18:23 Uhr

Die Proteste gegen das Massaker in der Westsahara halten an»Wenn es ums Geschäft geht, geht die Bundesregierung auch über Leichen. Statt sich in der völkerrechtswidrig durch Marokko besetzten Westsahra ein Bild über das tödliche Vorgehen der marokkanischen Regierung gegen die sahrauische Bevölkerung zu machen, geht es dem Bundesaußenminister lieber um eine strategische Energiepartnerschaft mit Marokko. Diese lässt er sich zusätzlich drei Millionen Euro kosten und belohnt Marokko damit noch für den permanenten Bruch des Völkerrechts und der Menschenrechte«, erklärt Sevim Dagdelen, Sprecherin der Fraktion Die Linke für internationale Beziehungen, anlässlich der gestrigen Reise des Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) nach Marokko.

Sevim Dagdelen weiter: »Die Bunderegierung will offenkundig Marokko nicht als willfährigen Vollstrecker und Wirtschaftspartner verlieren: Es schiebt unerwünschte Flüchtlinge in die Wüste ab und jagt angebliche Terroristen. Die reichen Fischgründe vor den Küsten und die großen Phosphatvorkommen im Inland der Westsahara stehen quasi zum Nulltarif EU- Fischfangflotten und internationalen Konzernen zur Verfügung. Der nationale Energieplan Marokkos, der mithilfe der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit erstellt wurde, kommt insbesondere den deutschen Interessen entgegen. Er sieht die Einführung und Privatisierung erneuerbarer Energien durch riesige Windparks und Solaranlagen vor. Die gelten als Vorstufe des von deutschen Großunternehmen geplanten DESERTEC-Projektes. Dabei sind Standorte in der völkerrechtswidrig besetzten Westsahara eingeschlossen. Wenn es der Bundesregierung tatsächlich um die Einhaltung von Völkerrecht und Menschenrechten ginge, müsste sie sich in der EU für die Aussetzung des Assoziationsabkommenzwischen der EU und Marokko, des fortgeschrittenen Status der Beziehungen zur EU und für die Nichtverlängerung des EU-Fischereiabkommen mit Marokko einsetzen.«

Die marokkanischen Behörden hatten die Abgeordnete am Samstagmorgen an der Einreise in die seit 1975 von Rabat besetzten Westsahara gehindert. Dagdelen war über Casablanca nach El-Aaiún geflogen. An der Paßkontrolle wurde sie von aggressiven Geheimdienstleuten und Grenzern aufgehalten. Obwohl die Abgeordnete in Casablanca den Transitbereich des Flughafens nicht verlassen hatte, bemängelten die Beamten das Fehlen eines marokkanischen Einreisestempels. Sie ließen sich auch von einem französischen Mitreisenden nicht umstimmen, der die Grenzer darauf hinwies, daß er ebenfalls noch keinen Stempel im Paß habe, weil er ja nun erst einreisen wolle. Statt dessen wurde Dagdelen mehrfach von den Beamten beleidigt und schließlich zurück in das Flugzeug gezerrt, das sie zurück nach Casablanca brachte. Auch die von ihr verständigte deutsche Botschaft in Rabat konnte ihr nicht helfen und legte ihr nahe, sich der Abschiebung zu fügen, da die marokkanischen Sicherheitskräfte »auch noch unangenehm werden« könnten. »Ganz offensichtlich hat Marokko Angst vor der Wahrheit und will verhindern, daß die Öffentlichkeit von den Verfolgungen und Massakern an der sahrauischen Bevölkerung aus erster Hand erfährt«, erklärte die Abgeordnete anschliessend. »Wenn Marokko bereits mit Parlamentariern, die diplomatischen Status genießen, so umgeht, kann man sich vorstellen, wie es die Machthaber mit den Menschenrechten der sahrauischen Bevölkerung halten.«


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Kommentare 

 
0 #16 2010-12-08 14:17
http://kritische-massen.over-blog.de/article-kapitalinterssen-in-der-sahara-62527098.html
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0 #15 2010-12-08 13:18
zitiere Sepp Aigner:
Tut mir leid, wenn ich Dich traurig mache. Dabei wärst Du doch geradezu begierig auf überzeugende Argumente, nicht wahr ? Dann würdest Du ganz scharf nachdenken und Dir das mit dem segensreichen Ihro Majestät in der Westsahara und Marokko nochmal überlegen ... Oder nicht ? Und wenn, was wär dann mit der carte blanche ?

du sollst den leser überzeugen, bis jetzt tust du es nicht, hast du etwa keine argumente? oder eher keine ahnung?warst du schon mal im tindouf? warst du schon mal im sahara?nein...
wurden mitglieder deiner familie durch polisario und algerien entführt?nein...
wurden mitglieder deiner familie über 20 gefoltert? nein....

am besten wenn man keine ahnung hat,soll man am besten aufhören mist zu erzählen.
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0 #14 2010-12-08 13:03
Tut mir leid, wenn ich Dich traurig mache. Dabei wärst Du doch geradezu begierig auf überzeugende Argumente, nicht wahr ? Dann würdest Du ganz scharf nachdenken und Dir das mit dem segensreichen Ihro Majestät in der Westsahara und Marokko nochmal überlegen ... Oder nicht ? Und wenn, was wär dann mit der carte blanche ?
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-1 #13 2010-12-08 09:01
@Sepp Aigner
du tust mir echt leid, du schreibst 2 kommentare um NICHTS zu sagen, sehr traurig!
mir ist lieber eine "carte blanche" von M6 zu bekommen,als das geld von dem armen algierischen volk zu nehmen, um die propaganda des militärischen regimes zu verbreiten ;)
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0 #12 2010-12-07 17:41
insider:
"weißt du eigentlich was "carte blanche" heißt?!"
- Ja. Aber ich hab keine. Ist es das, was uns unterscheidet ?
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0 #11 2010-12-07 15:53
@Sepp Aigner:
solche kommentare wie deiner sind einfach ein armutszeugnis, sowas schreibt man,NUR wenn man NICHTS überzeugendes zu schreiben hat.
weißt du eigentlich was "carte blanche" heißt?!
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-1 #10 2010-12-07 15:41
Kriegt man für solche Kommentare die carte blanche von Ihro Majestät persönlich überreicht ?
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0 #9 2010-12-07 10:18
liebe Frau Daddelen,
ich empfehle ihnen den Besuch eines Geographie und Geschichte Kursus über die Region Nordafrikas.
Ihnen fehlt es nämlich an Wissen. Und das ist sehr fatal.
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0 #8 2010-11-29 02:31
Einen Staat West-Sahara hat es nie gegeben. Weder vor der spanischen Kolonialisierun g noch danach. Warum hat die spansiche Regierug unter Franco den den Sahraoius keinen Staat hinterlassen? Warum ist Algerien, das innenpolitisch massive Probleme mit dem eigenen Volk hat in diesem Koflikt verstrickt? Warum werden erst jetzt Ansprüche gestellt, nachdem bekannt ist, dass in diesem Gebiet Rohstoffe vorhanden sind? Marokko hat die West-Sahara erst zu dem gemacht, was sie heute ist. Nämlich eine der infrastrukturst ärksten Regionen. In Laayoune ist keine Straße älter als 10 Jahre. Auch sind die "Flüchtlinge", die in der algerische Wüste hausen jederzeit in Laayoune willkommen. Hier gibt es sogar extra eingerichtete Sozialwohnungen . Sie als Abgeordnete, auch als linke, sollten bei der Wahrheit bleiben und nicht populistische Bequemlichkeite n in die Welt posaunen. Und noch was: Bei den Unruhen sind 10 marokkanische Polizisten getötet worden und 2 gewalttätige Demonstranten. Passt dies zu Ihrer Schilderung des so grausamen marokkansichen Staats. Haben Sie gesehen/gehört was die "Freiheitskämpfe r" mit den Leichen der Polizisten veranstaltet haben?! Sie haben diese geschändet und darauf uriniert! Vielleicht können Sie sich doch bitte auf innenpolitische Themen konzentrieren, denn die außenpolitische Bühne ist zwei Nummern zu groß für Sie.
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0 #7 2010-11-29 02:31
Sehe geehrte Frau Dagdelen,
sehr geehrte/r Autor/in dieses Artikels,

verständlicherw eise nehem Sie hier Position für eine sozailistisch/kommunistische Rebellebewegung ein, da es Ihren politischen Ansichten entspricht. ABER wie schon von den vorherigen Kommentatoren gefordert, bitte ich Sie, sich vorher gründllich über den West-Sahara-Koflikt zu informieren, bevor Sie hier solche Hetz-Tiraden gegen die marokkansiche Regierung loslassen. Der Staat Marokko ist, obwohl er eine Monarchie ist, der demokratischste Staat in ganz Nordafrika. Er kämpft gegen islmistisch-terroristische Tendenzen, richtet seine Orientierung gen Westen und betreibt aktiv die Gleichberechtig ung von Mann und Frau. (siehe Fortsetzung)
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