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Siemens setzte Spitzel auf DKP an | Drucken |  E-Mail
Bayern
Samstag, den 19. April 2008 um 22:09 Uhr
Die Privatisierung schreitet voran. Der Siemens-Konzern liess einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge ganz im Stil des "Verfassungsschutzes" das Büro der DKP München und Veranstaltungen der bayerischen Kommunisten bespitzeln. Der Konzern beauftragte dem Bericht zufolge eine Berliner Detektei, in deren Visier vor allem der damalige stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Leo Mayer stand. Mayer war damals Mitglied der DKP-Parteiführung und wurde auf dem DKP-Parteitag vor wenigen Wochen zum stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt.
Die Berliner Detektive überwachten im Jahr 2003 das Münchner DKP-Büro sowie ein von der DKP Südbayern organisiertes Sommerseminar am Ammersee. Siemens bezahlte  dem Bericht Detektivrechnungen in Höhe von 11.600 und 23.200 Euro über eine schwarze Kasse der Telekommunikationssparte. Die Spitzel sollten auch feststellen, ob noch andere Siemens-Mitarbeiter der DKP angehören könnten.

Quelle: Spiegel Online / RedGlobe
 
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