| Augsburg sagt NEIN zu braunen Verbrechern | | Drucken | |
| Bayern |
| Samstag, den 28. Februar 2009 um 13:29 Uhr |
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Mehrere Tausend Menschen beteiligen sich derzeit in Augsburg an zahlreichen Kundgebungen, Veranstaltungen und Demonstrationen gegen eine für 12 Uhr am heutigen Samstag angemeldete Zusammenrottung der NPD. So beteiligen sich Hunderte von Menschen an einer Protestdemonstration der Gewerkschaften, die am Gewerkschaftshaus begann und vorbei am Stadttheater zum Rathausplatz gezogen ist, wo derzeit die Abschlußkundgebung stattfindet.
Ein Bündnis aus VVN-BdA, DKP, Augsburger Friedensinitiative und anderen Organisationen gedenkt derzeit auf dem Königsplatz der Opfer der Neonazis. Pikant daran ist, dass der selbe Platz von den Nazis als Ort ihrer Abschlußkundgebung angemeldet wurde und ihnen von den Nazis auch genehmigt wurde. Es bleibt abzuwarten, ob es die Augsburger Polizei für angemessen hält, eine bis 16 Uhr angemeldete Gedenkveranstaltung für die Opfer zu beenden, um den Tätern den Platz freizumachen. In dem Aufruf zu dieser Kundgebung kündigt die VVN-BdA nach einer beispielhaften Aufzählung von Opfern des Nazi-Terrors an: »Wir werden an diese Opfer erinnern. Die Kundgebung ist Teil eines breiten Bündnisses aus gesellschaftlichen Gruppen am Aktionstag „Vielfalt in der Friedensstadt Augsburg“. Gleichzeitig wird ein Zeichen gegen den geplanten neofaschistischen Aufzug am gleichen Tag gesetzt. Die Ermordeten sollen uns daran erinnern wie wichtig es ist, Zivilcourage gegen zunehmende rassistische, rechtsextremistische und antisemitische Handlungen zu zeigen. Wir rufen alle BürgerInnen auf, beteiligt Euch an den Aktionen. Im Laufe der Kundgebung werden 144 Opfer rechter und rassistischer Gewalt in Deutschland seit 1990 vorgestellt. Dazwischen Lieder, Texte gegen das Vergessen und ein „offenes Mikrofon“ für Kurzbeiträge« Auch der Augsburger Oberbürgermeister Gribl (CSU) ruft zu den antifaschistischen Aktionen auf: »Mit Sorge sehen wir, dass rechtsextreme Gruppierungen die Opfer des Zweiten Weltkrieges und der NS-Gewaltherrschaft in den letzten Jahren verstärkt für ihre propagandistischen Zwecke missbrauchen. (...) Wir müssen (...) ein aktives Zeichen dafür setzen, dass Augsburg kein Ort radikaler politischer Aktionen ist.« Neuere Artikel:
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