| Polizeieinsatz gegen Streikende | | Drucken | |
| Bayern |
| Freitag, den 27. März 2009 um 00:54 Uhr |
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Bei der Regionalbus Augsburg, einem Unternehmen der Deutschen Bahn AG, ist es am Donnerstag im Rahmen der Tarifauseinandersetzungen zu einem mehrstündigen Warnstreik gekommen. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA werten die Aktionen als Erfolg, rund 150 Busfahrer hatten sich am frühen Morgen an dem Ausstand beteiligt. Überschattet wurde der Streik allerdings von einem Polizeieinsatz in Lindau. Dort rief der Niederlassungsleiter die Polizei und ließ den Transnet-Streikleiter Frank Hauenstein vom Betriebsgelände abführen. Niederlassungsleiter Elies bedrohte Gewerkschaftsangaben zufolge die Beschäftigten massiv und behinderte sie in ihrem Streikrecht.
Hauenstein berichtet gegenüber der Gewerkschaftszeitschrift »inform« über den Zwischenfall in Lindau: »Ich war kaum auf dem Betriebsgelände der RBA angekommen und hatte die Gespräche mit den Busfahrern begonnen, da kam Niederlassungskleiter Eliers auf mich zu und forderte mich auf, den Betriebshof zu verlassen.« Natürlich sei er dieser Aufforderung nicht nachgekommen: »Es ist das Recht eines Streikleiters, zum Warnstreik aufzurufen und es ist das Recht der Beschäftigten, daran teilzunehmen. Gerade in dieser Tarifrunde hat sich viel Frust aufgestaut. Das habe ich dem Niederlassungsleiter auch deutlich gemacht.« Der Manager beschied dem Gewerkschafter: »Bei mir wird nicht gestreikt«. Wenn Hauenstein den Hof nicht verlasse, würde er die Polizei rufen, was er dann auch tat. Und tatsächlich stand 20 Minuten später ein Funkwagen vor dem Tor. Hauenstein folgte dann der Aufforderung und postierte sich vor dem Tor. Durch die Repression gelang es dem Niederlassungsleiter dann, den Warnstreik in Lindau zu verhindern: »Er schirmte die Busfahrer, auch die, die noch kamen, systematisch von mir ab und ließ sie über einen Hintereingang das Gelände betreten. Eine unglaubliche Situation. Aus Erzählungen weiß ich, dass den Leuten massiv gedroht wurde, sollten sie in den Warnstreik treten.« Die Tarifverhandlungen werden am Montag fortgesetzt. Die Gewerkschaften fordern Einkommensverbesserungen von 10 Prozent und hatten zuletzt drei Kompromissvorschläge unterbreitet. Die RBA hatte bislang lediglich 2,5 Prozent in den Jahren 2009 und 2010 angeboten. Quelle: Transnet / RedGlobe Neuere Artikel:
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