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Hamburg
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Montag, den 28. Dezember 2009 um 11:48 Uhr |
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Seit über drei Wochen halten die AnwohnerInnen Jürgen und Olivia eine Eiche im Gählerpark in Hamburg-Altona besetzt, um den Bau der sogenannten Moorburgtrasse zu stoppen. Seit rund einer Woche haben sie Gesellschaft: mehrere Aktive der Umweltschutzorganisation »Robin Wood« haben ebenfalls zwei Bäume im gleichen Park besetzt. Sie und die Bürgerinitiative vor Ort verbindet ein Ziel: Das Klimakillerkraftwerk Moorburg zu verhindern. Auch die Weihnachtstage haben sie auf und an den Bäumen verbracht.
Mehr als neun Millionen Tonnen CO2 soll das im Bau befindliche Steinkohlekraftwerk Moorburg jährlich in Hamburg emittieren. Die Bürgerinitiativen und »Robin Wood« kritisieren das als unzeitgemäß und fordern ein Ende des Projekts. Durch den Gählerpark soll die sogenannte Moorburgtrasse gebaut werden, eine Fernwärmeleitung und gleichzeitig die Achillesferse des Bauprojektes.
Dazu erklärt Olivia, eine der Anwohnerinnen, die seit dem 3. Dezember die Eiche im Park besetzt halten: »Wir setzen hier ein Zeichen gegen die lebensverachtenden, profitorientierten Pläne über unseren Lebensraum, die Politik und Vattenfall ohne Bürgerbeteiligung durchboxen wollen. Es ist Zeit, uns gemeinsam stark zu machen für die Dinge, die schön und lebenswert sind in unserer Stadt Hamburg.«
Daniel Häfner von »Robin Wood« fügt hinzu: »Die Politik hat in Kopenhagen versagt, es ist notwendig, eine Klimabewegung von unten zu schaffen. Jeder und jede kann etwas tun, z.B. zu einem Ökostromanbieter wechseln, da geht das Licht nicht aus, dies ist einfach und spart pro Person mehr als eine Tonne CO2.«
Für die Trasse soll eine neun Meter breite Schneise durch den Grünzug Altona geschlagen werden. Entlang der Trasse sollen rund 400 Bäume gefällt werden, für die es vor Ort keinen angemessenen Ersatz geben wird. Trotz dieses massiven Eingriffs sind weder BürgerInnen noch Naturschutzverbände an der Planung beteiligt worden. »Robin Wood« hält dies – ebenso wie der BUND Hamburg, der dagegen Klage eingereicht hat – für rechtswidrig. Das Verwaltungsgericht Hamburg will eine erste Entscheidung voraussichtlich am 15. Januar treffen.
Die BaumbesetzerInnen freuen sich über Besuch und Unterstützung in Form von heißen Getränken, warmen Essen und Aktionsideen.
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