|
Prozess um rassistischen Überfall in Magdeburg |
| Drucken | |
E-Mail |
|
Sachsen-Anhalt
|
|
Donnerstag, den 10. März 2011 um 13:14 Uhr |
|
Die Botschaft von Ecuador in Deutschland teilt mit, dass das Amtsgericht Magdeburg drei Termine für die Anhörung zum Fall eines ecuadorianischen Staatsangehörigen, der am 18. Dezember Opfer eines rassistisch motivierten Angriffs wurde, angesetzt hat. Die erste Anhörung fand bereits am 4. März statt, zwei weitere Termine sind am 18. und 21. März 2011. Während bei der ersten Anhörung die Erklärungen sowohl der Kläger als auch der Beklagten aufgenommen wurden, sollen während bei der zweiten und dritten Anhörung die Aussagen der Polizei und die Beweise aufgenommen werden.
Die Botschaft von Ecuador bestätigte das Anliegen der Regierung von Ecuador, dem ecuadorianischen Staatsbürger Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und bekräftigte die Entscheidung der Regierung, über die Rechtsanwälte des Hauptbetroffenen des Angriffs, die Justizbehörde von Magdeburg zu bitten, für die Angreifer die gesetzliche Höchststrafe zu erwirken.
Es gilt die bedeutende Unterstützung, die der Ecuadorianer von den politischen Bewegungen Deutschlands erhalten hat, hervorzuheben. So die Unterstützung des Herrn Sören Herbst von der Partei »Die Grünen« und der Abgeordneten Ulla Jelpke von der Partei »Die Linke«, die einen Aufruf an die Justizbehörden von Magdeburg richteten, dass dieser Angriff nicht ungestraft bleiben solle. Die Nichtregierungsorganisation Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt hat in einer Pressemitteilung ebenfalls ihre Solidarität mit dem Ecuadorianer zum Ausdruck gebracht.
Die Botschaft von Ecuador wird den Hauptbetroffenen während des gesamten Prozesses begleiten und dessen transparenten Ablauf überwachen.
Quelle: Pressemitteilung der Botschaft Ecuadors / RedGlobe
Verwandte Artikel:
Neuere Artikel:
Ältere Artikel:
|