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Die Linke: »Feste Fehmarnbeltquerung verhindern!« |
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Schleswig-Holstein
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Mittwoch, den 14. Juli 2010 um 21:26 Uhr |
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Die Partei »Die Linke« setzt sich vom 19. bis 23. Juli mit einer Aktionswoche gegen die Realisierung einer festen Fehmarnbeltquerung ein. Linke Landtags- und Bundestagsabgeordnete aus dem Norden touren dabei gemeinsam durch Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Damit will die Partei ihre Forderung bestärken, zu Gunsten der Stärkung des Fährverkehrs auf den kostenintensiven Bau einer festen Querung zu verzichten. Das millionenschwere Großprojekt sei angesichts des kürzlich vorgelegten Sparpakets widersinnig und werde zudem zu enormen wirtschaftlichen Problemen in der betroffenen Region führen.
»Die Insel Fehmarn ist zu 90 Prozent direkt oder indirekt vom Tourismus abhängig. Die kleine Insel würde über Jahre zu einer unattraktiven Großbaustelle mutieren und die Tourismusbranche mit Sicherheit zusammenbrechen. Der Schaden für die Insel und deren BewohnerInnen wäre unbeherrschbar«, erklärte Björn Thoroe, wirtschafts- und verkehrspolitischer Sprecher der linken Landtagsfraktion. Die Großbaustelle, der hohe Transitverkehr und das Ende des Fährbetriebs gefährdeten nach Schätzungen rund 1.400 Arbeitsplätze auf der Insel.
Die zwischen Puttgarden und Rödby verkehrende Fährlinie durch Ausbau zu stärken, sei ökologisch und wirtschaftlich die sinnvollere Lösung. »Die Fährverbindung besteht bereits und belastet und gefährdet die Umwelt nicht annähernd so stark, wie der Neubau und Betrieb einer festen Querung. Die bestehenden Fährverbindungen zu optimieren und attraktiver zu machen, schützt die Umwelt und die wirtschaftliche Grundlage einer ganzen Region«, erklärte Ranka Prante, umweltpolitische Sprecherin.
Mit weniger als 40 Prozent durchschnittlicher Auslastung sei die Fährlinie Puttgarden-Rödby auch ohne die Konkurrenz durch eine Brücke oder einen Tunnel verhältnismäßig wenig genutzt. Die Finanzkrise bescherte den Scandlines-Fähren 2008 ein Minus von 4,5 Prozent bei den Transportzahlen. Der demografische Wandel werde zukünftig zu einer weiteren Verringerung der Beförderungszahlen beitragen. »Es ist weder einleuchtend noch nachhaltig, bei diesen Zahlen eine neue millionenschwere Alternative zu bereits vorhandenen Möglichkeiten zu bauen. Diese kurzfristige Subventionierung der Baubranche wird durch die hohen Ausfall- und Folgekosten komplett konterkariert«, so Thoroe weiter.
Die Landtagsfraktion und die Landesgruppen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern der Linkspartei im Bundestag fahren während ihrer Aktionswoche von Rostock über Wismar durch Schleswig-Holstein und zurück zum Hafen nach Sassnitz. Auf zahlreichen Veranstaltungen und an Infoständen informieren Landtags- und Bundestagsabgeordnete über die Folgen der geplanten Querungs-Projekte und werben für den Widerstand.
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Kommentare
Insbesondere die Ferien- und Küstenregion Ostholstein wird - wenn die deutsch-dänische Vereinbarung in Kraft tatsächlich umgesetzt werden sollte-, sehr darunter leiden und viele Feriengäste abschrecken, die sich dann ruhigere Regionen suchen. Schon jetzt ist die Autobahn A 1 (von Hamburg nach Oldenburg/H.) nicht nur in den Ferienzeiten sehr frequentiert.
Von der Verdoppelung des Eisenbahngüterv erkehrs, so wie geplant, ganz zu schweigen, des Lärms und die Beeinträchtigun g der Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung, der Camper, der Ferien- und Kurgäste sowie der vielen Kinder und Jugendlichen in den Ferienlagern entlang der Küste. Diese Region lebt vor allem vom Tourismus. Durch die aktuelle Krise, die den Namen "Kapitalismus" trägt, verschärft sich die Lage vor allem der kleinen und mittelländische n Betriebe in der Tourismusbranch e.
Ich wünsche den Akteuren der Linken zusammen mit allen Initiativen, die seit über zwei Jahren gegen die feste Beltquerung kämpfen, einen vollen Erfolg!
Uwe Scheer
Vorsitzender der Interessengemei nschaft
Grömitz-Lensterstrand