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Gewerkschaften im öffentlichen Dienst wollen fünf Prozent mehr | Drucken |  E-Mail
Wirtschaft & Gewerkschaft
Dienstag, den 15. Dezember 2009 um 17:01 Uhr

ver.diDie Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Beamtenbund wollen fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt für die Beschäftigten bei Bund und Ländern. Diese Forderung beschlossen heute die Tarifkommissionen beider Organisationen. Neben einer spürbaren Gehaltserhöhung wollen die gewerkschaften auch eine tarifliche Altersteilzeitregelung als Beschäftigungsbrücke für Jüngere erreichen. Die erste Verhandlungsrunde mit der Bundes- und den Landesregierungen findet am 13. Januar in Potsdam statt.
Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske hält die Forderung für berechtigt. »Die Einkommensentwicklung im öffentlichen Dienst ist trotz steigender Belastung für die Beschäftigten in den vergangenen zehn Jahren hinter der durchschnittlichen Entwicklung aller anderen Branchen zurückgeblieben«, erläuterte er. Spürbare Lohnerhöhungen seien aber gerade angesichts der schwachen Binnennachfrage nötig, um die beginnende wirtschaftliche Erholung zu stabilisieren. Einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zufolge sind die Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst seit dem Jahr 2000 im Westen nominal um 17 Prozent gestiegen, in der Gesamtwirtschaft dagegen um 21,4 Prozent. Dieser Rückstand der Staatsangestellten gegenüber den Beschäftigten in der Privatwirtschaft hätten auch die etwas stärkeren Tarifsteigerungen der Jahre 2007 bis 2009 nicht ausgeglichen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit der Polizeigewerkschaft GdP, der Lehrergewerkschaft GEW und der dbb-tarifunion im Deutschen Beamtenbund.


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