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Der Aufbau ist fast geschafft - heute abend um 18 Uhr wird der Chefredakteur der Wochenzeitung »Unsere Zeit«, Wolfgang Teuber, offiziell das diesjährige Pressefest seiner Zeitung, das »Fest der Solidarität« der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) im Dortmunder Revierpark Wischlingen eröffnen. Wieder werden Zehntausende Menschen zu der bereits 17. Ausgabe des größten Festes der Linken in Deutschland erwartet, das zum neunten Mal in Folge in Dortmund stattfindet. Und trotz mässiger Wetterprognosen spricht alles für einen erneuten Erfolg. Das Kulturprogramm kann sich sehen lassen, zahlreiche Initiativen aus dem ganzen Land und linke Parteien aus aller Welt werden sich präsentieren, die Partei Die Linke beteiligt sich erstmals mit einem großen Zelt und eigenen Veranstaltungen an dem Fest, die Tageszeitung junge Welt ist auch dabei und kulturelle wie gastronomische Angeboten von Nord (Die Kogge) bis Süd (Bayerischer Biergarten) laden zum Verweilen ein.
Die Veranstalter hoffen, dass die Diskussion um den ursprünglich geplanten Auftritt der Band »Die Bandbreite« das Fest nicht beeinträchtigt. Statt des abgesagten Konzerts soll es nun am Sonntag um 13 Uhr auf der Bühne 2 eine Diskussion zwischen der Band und Kritikern geben. Doch auch ohne die umstrittenen Hip-Hopper stehen viele attraktive Angebote auf dem Programm. So tritt die legendäre chilenische Gruppe Inti Illimani Histórico auf, diesmal gemeinsam mit der Peruanerin Eva Ayllon. »Was Mercedes Sosa für Argentinien war, ist Eva Ayllon für Peru: Eine Legende und eine der wichtigsten Stimmen Lateinamerikas«, heisst es dazu in der ÜProgrammankündigung. »Rhythmen wie der Landó, der Festejo und der Vals dominieren ihr Repertoire, das von ihrer feurigen, resoluten Stimme lebt, von handfester, stampfender Percussion und einer Akustikgitarre, die mal flamencoartig wirkt, dann wieder an Muster aus der Andenmusik erinnert. Im neuesten Programm zeigt sich Ayllon von der feineren Seite und intoniert ausschließlich Lieder von Chabuca Granda, der wichtigsten Komponistin in der afroperuanischen Musik.
Eine Legende aus den 80er Jahren ist Bots (»Was wollen wir trinken«, »Das weiche Wasser«, »Aufstehen«) aus den Niederlanden, die erstmals seit Jahren wieder auf dem UZ-Pressefest auftreten. Ebenfalls ein altbekannter Gast ist Kai Degenhardt, der sich längst ein eigenes Profil entwickelt hat und aus dem Schatten seines Vaters Franz-Josef getreten ist.
Höhepunkt wird sicherlich der Auftritt der italienischen Polit-Ska-Gruppe Banda Bassotti in dem von der SDAJ organisierten Jugendbereich. Gemeinsam mit der Sängerin Esther Bejarano, die als junges Mädchen das Nazi-Vernichtungslager Auschwitz überlebt hat, treten die Rapper von Microphone Mafia auf.
Ein grossartiges Fest - umsonst und draussen.
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