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DGB Fulda fordert Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan |
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Friedensbewegung
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Donnerstag, den 19. November 2009 um 16:28 Uhr |
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»Auch wenn die Bundesregierung sehr bemüht ist, diesen Ausdruck zu vermeiden: In Afghanistan herrscht Krieg. Die Bundeswehr ist immer tiefer in ihn verstrickt. Die Anzahl der Soldaten wurde vor kurzem auf 4500 erhöht. Mit dem kürzlichen Besuch von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in Afghanistan werden nun aus der CDU/CSU Fraktion Stimmen laut, die eine Erhöhung des Kontingents fordern. Der Verteidigungsexperte der CDU/CSU-Fraktion Ernst-Reinhard Beck kann sich sogar bis zu 10.000 deutsche Soldaten in Afghanistan vorstellen.« Das schreibt der DGB Fulda in einer Presseerklärung.
Anlass für die Erklärung war der Tod eines jungen Fuldaer Soldat, der im Oktober 2009 als 36. (deutsches) Todesopfer des Einsatzes der Bundeswehr gezählt wurde. Die Zahl der afghanischen Zivilisten, die umgebracht wurden, ist noch viel höher. Allein bei dem Luftangriff auf einen Tanklaster wurden wahrscheinlich über hundert afghanischen Zivilisten umgebracht. Gleichzeitig erklärt die Bundesregierung, dass dieser Einsatz notwendig sei, um den Afghanen zu helfen. »Wir sind bestürzt über die steigende Zahl der Opfer, die der Krieg in Afghanistan fordert«, erklärt die Vorsitzende des DGB Fulda Pia Hainer: »Junge Menschen werden in diesen Krieg geschickt. Töten und Sterben wird von den verantwortlichen Politikern billigend in Kauf genommen.«
Aus diesem Grund hat der DGB Fulda die Erklärung »Truppenabzug jetzt! Frieden statt Krieg!« initiiert. Binnen weniger Wochen unterzeichneten über 1.500 Menschen diese Erklärung. Bei den Unterzeichnern handelt es sich dabei keineswegs nur um Gewerkschafter. Von christlichen Organisationen, Parteien, Bundes- und Landtagsabgeordneten über soziale Initiativen bis hin zu Vereinigungen von Berufssoldaten finden sich viele gesellschaftliche Gruppen wieder. Bis zur Abstimmung im Bundestag am 10. Dezember sollen noch viel mehr dazu kommen. »Wir fordern, den Bundeswehreinsatz schnellstmöglich zu beenden und Afghanistan beim Aufbau einer nachhaltigen Zivilgesellschaft zu unterstützen«, so Pia Hainer.
Die Fuldaer Erklärung im Netz: https://www.frieden-mitmachen.de/29/truppenabzug_jetzt!_frieden_statt_krieg!
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