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Erklärung der DKP: Vor 50 Jahren schloss die DDR die bis dahin offenen Grenzen nach Westberlin und zur BRD | Drucken |  E-Mail
Deutsche Geschichte
Geschrieben von: Sekretariat des Parteivorstandes der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)   
Mittwoch, den 10. August 2011 um 16:53 Uhr

50 Jahre Antifaschistischer SchutzwallDerzeit ist dieser Jahrestag das „große“ Thema – von „Bild“ bis zum Fernsehsender „Phoenix“. Alle Register werden gezogen. Die bisherigen Versuche, durch Geschichts­fälschung die DDR und damit den Sozialismus völlig zu delegitimieren, hatten bislang nicht die erwünschte Wirkung und die jetzigen werden sie auch nicht haben.

Denn angesichts zunehmender sozialer Spaltung und schwindender Zukunfts­erwartungen werden im Land die Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit lauter. Während Milliarden für Prestigeobjekte ausgegeben werden, fehlen die Mittel im sozialen Bereich, in der Kinder- und Jugendarbeit, bei der Bildung, in der Kultur und im Umweltbereich. Krieg und Bundeswehreinsätze wie in Afghanistan werden von einer Mehrheit abgelehnt. Die Wünsche vieler Menschen nach einer sicheren Zukunft, nach einem friedlichen, solidarischen und sozial gerechten Leben nehmen – trotz Angst und Unsicherheit - zu.  Die Kritik am Kapitalismus wird nicht nur in Teilen der Gewerkschaften bzw. in der Gewerkschaftsjugend deutlicher. Zugleich leben nach wie vor Millionen von Menschen in diesem Land, die widersprüchliche, aber eben auch sehr viele positive Erfahrungen mit dem Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft haben, sich diese nicht nehmen lassen.



1991 sprach der damalige Bundesjustizminister Kinkel auf den 15. Deutschen Richtertag Klartext: Nach dem Anschluss gehe es um die Delegitimierung der DDR. Das war vor allem ein politischer Auftrag an die „unabhängige“ Justiz zur Verfolgung von Bürgerinnen und Bürgern der DDR. Entsprechende Anweisungen gab es nicht nur im Bereich der Bildung und Wissenschaft, für Gedenkstättenkonzepte usw. Auch die derzeitige Berichterstattung mit Blick auf den 13. August 1961, ergänzt durch „Zeitzeugenberichte“ und Spielfilme, folgt solchen Vorgaben ebenso wie Erklärungen bürgerlicher Politikerinnen und Politiker. Diese predigen anderen „Demokratie“ und „Menschenrechte“, machen aber die EU-Grenzen seit Jahren aus wirtschaftlichen Gründen dicht und nehmen den Tod von Tausenden Menschen im Mittelmeer und an anderen Grenzen bewusst in Kauf.

Meist ist in der gegenwärtigen Kampagne von einer „innerdeutschen Grenze“ die Rede. Als wäre die am 7. Oktober 1949 gegründete DDR niemals ein souveräner, international geachteter Staat gewesen, der eine zu schützende Staatsgrenze hatte. Als wäre die DDR nie - wie auch die Bundesrepublik - 1973 Mitglied der UNO geworden. Als hätte es sich nur um eine „abtrünnige Provinz“ gehandelt. Nur am Rande wird vielleicht noch erwähnt, dass die Grenze zwischen der DDR und der BRD bzw. zu Westberlin auch nach dem Ende des Kalten Krieges bis zum 9. November 1989 sensible Scheidelinie zwischen zwei gegensätzlichen gesellschaftlichen Systemen und hochgerüsteten Militärpakten blieb, zwischen Blöcken, in denen die USA und die Sowjetunion die entscheidenden Hauptmächte waren. Und scheinbar gab es 1961 offenbar nur Leute, die aus der DDR weg wollten. Die vielen Millionen, die blieben, lernten, arbeiteten, sich bewusst für die sozialistische Gesellschaft engagierten, sich teilweise zunehmend um ihr Land und den Sozialismus sorgten, spielen keine Rolle oder werden diffamiert.

Nur wenige Medien versuchen kritische Analysen der Ereignisse von 1961, der Ursachen sowie der Folgen: Sie müssen dabei feststellen, dass Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre ein Krieg zwischen den USA und der UdSSR drohte. Nicht nur wegen der Ereignisse um Kuba, der Invasion in der Schweinebucht am 17. April 1961. Vor allem in Mitteleuropa spitzte sich die Situation immer mehr zu. Westberlin war schon lange Jahre Zentrum westlicher Geheimdienste sowie offensiver antikommunistischer Propaganda. Offen sprachen bundesdeutsche Politiker in jener Zeit bereits vom Angriff auf die DDR, träumten davon, „mit klingendem Spiel“ durch das Brandenburger Tor zu marschieren. Der „Tag X“, die „Befreiung“ der „Sowjetzone“ wurde als nahe bevorstehend verkündet.

Die Schließung der Grenze am 13. August setzte dem ein Ende, sicherte den Frieden nicht nur in dieser Region. Ohne sie hätte es Krieg gegeben.

Kritische Journalisten müssen zugleich feststellen, dass selbst US-Politiker die Schlie­­ßung der Grenze durch die DDR am 13. August akzeptierten. Auch weil diese durch innere, zunehmende ökonomische wie politische Schwierigkeiten, die durch die Wirtschaftspolitik der Bundesrepublik, durch die gezielte Abwerbung von Fachkräften und Propaganda wesentlich verstärkt wurde, in eine sehr komplizierte Lage geraten war. Sie müssen bestätigen, dass es selbst nach dem Grundlagenabkommen zwischen beiden deutschen Staaten Ende 1972 für die DDR aus politischen wie ökonomischen Gründen wenige Handlungsspielräume für großzügigere Grenz-, Reise- und Ausreiseregelungen gab. - Sie wären nötig gewesen.

Die Entscheidung zur Errichtung der Grenzbefestigungen am und nach dem 13. August 1961 war also aufgrund der weltpolitischen sowie der für die DDR entstandenen ökonomischen und politischen Situation keine willkürliche Entscheidung.
Die Folgen waren kompliziert. Für die DDR waren sie sowohl politisch wie für die humanistischen Zielstellungen des Sozialismus höchst problematisch. Es kam zur Trennung von Familien, zu Verletzten und Toten auf beiden Seiten an der Grenze.

Zur Delegitimierung der DDR und aller linken antikapitalistischen Positionen erscheint jedoch jedes Mittel recht, wird auf antikommunistische Argumentationsmuster des Kalten Krieges zurückgegriffen und Nachkriegsgeschichte verfälscht. In dem Maße, in dem der Anteil der Menschen, die Kritik am Kapitalismus haben oder ihn gar in Frage stellen, wächst, wird das Bild vom Sozialismus in Medien und Politik verlogener.

Antikommunismus hat unheilvolle Folgen. Er fördert - heute in ganz Europa und wie sich an den aktuellen Ereignissen in Norwegen brutal zeigt - Intoleranz, Hass und Gewalt gegen Andersdenkende, dient dazu, jede Alternative zu den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen zu denunzieren, die Erinnerungen zu zerstören und Menschen, die sich für eine sozialistische Welt einsetzen, zu kriminalisieren. Er zerstört selbst die Wurzeln des bürgerlichen Humanismus und der bürgerlichen Aufklärung.

Wir Kommunistinnen und Kommunisten werden auch künftig Antikommunismus und antikommunistische Verfälschungen unserer Geschichte zurückweisen, die Werte und Ziele des Humanismus und der Aufklärung verteidigen. Unser Ziel bleibt eine friedliche, solidarische und sozial gerechte Welt, bleibt eine sozialistische Gesellschaft. Und dafür werden wir weiter gemeinsam mit vielen anderen kämpfen.


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Kommentare

 
-26 #77 2012-01-04 12:23
@ Immanuel # 1 bis 1000


Ihre Texte sprechen für sich.
Nichts als hohles Gewäsch und der verzweifelte Versuch sich irgendwie ins Gespräch zu bringen.

Leider bietet red globe ja auch so üblen Reaktionären, die Möglichkeit, ihren Müll hier zu entsorgen.

Verpassen Sie ja nicht den ARD Dokumentationsf ilm
" die Stasi auf dem Schulhof" heute um 23.55 (Gute Sendezeit)
und bleiben Sie weiter so ein verkniffener Antikommunist.
Diesen Text können Sie dann ja auch wieder in ihrem Sinne umdrehen und als Kommentar einsetzen.
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+26 #76 2012-01-04 06:16
Passend zum Thema gibt es heute, Mittwoch, um 23.55 in der ARD den Dokumentarfilm „Stasi auf dem Schulhof“

Aus dem ARD-Text:
„„Stasi auf dem Schulhof" ist eine Dokumentation über Missbrauch, über beschädigte Seelen, in denen das Gift der Staatssicherhei t bis heute fortwirkt. Tausende Betroffene leben heute in Deutschland, kaum einer von ihnen traut sich darüber zu sprechen. Zu groß ist die Angst, stigmatisiert zu werden.“

http://programm.daserste.de/pages/programm/detail.aspx?id=2401B1D04CC541CD99B8E9FA2FAF9530
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+25 #75 2012-01-04 06:14
@ # 72 Fiete_Jansen:

zitiere Fiete_Jansen:
Der entscheidende Unterschied war: Das MfS wurde nicht von Altnazis aufgebaut!


Das Erstaunliche ist dann aber, dass VS und BND weniger Gemeinsamkeiten mit der Gestapo haben als NKWD, KGB und Stasi. VS und BND haben – im Gegensatz zu Gestapo, NKWD, KGB und Stasi – nie polizeiliche Befugnisse gehabt und auch nie – wie Gestapo, NKWD, KGB und Stasi – Menschen – meist willkürlich – verhaftet, verhört und physisch (Gestapo) oder psychisch (Stasi) gefoltert. Und das ist der entscheidende Unterschied und die Lehre die die BRD im Gegensatz zur DDR aus der Geschichte gezogen hat. Aber das DDR-Volk hat ja dann auch die Lehre aus den beiden deutschen Diktaturen gezogen und 1989/1990 die Stasi aufgelöst, auf dass es nie wieder eine Geheimpolizei – wie unter den Nazis und in der DDR – gebe.
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+26 #74 2012-01-04 06:03
@ #71 Jenny W.:

Liebe Jenny W. (#71), wenn Sie keinen sachlichen Beitrag leisten können, dann sollten Sie besser schweigen, als dümmliche Bemerkungen abzugeben.

Oder mit Ihren Worten:

„Jenny W., was sind sie nur für ein armseliger und kleingeistiger Reaktionär.

Ihre Kommentare, ihre lächerlichen Abhandlungen und Belehrungen sind doch nichts anderes als das hohle Gewäsch der kommunistischen Diktatoren und ihrer Demagogen.
Ich glaube Sie leiden unter einer schweren Psychose und Persönlichkeits störung.
Sie glauben, mit ihren abstrusen Gelaber, das sonst auch kein Schwein mehr hören will, können Sie wenigstens noch einen Demokraten zum Toben bringen.
Das törnt Sie dann da so richtig an und hinterher sind Sie dann auch mächtig erleichtert?“
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+28 #73 2012-01-04 06:01
@ #70 Sepp Aigner:

zitiere Sepp Aigner:
... Linken-Bashing ...


Sie halten sich und die anderen Kommentatoren doch wohl nicht allen Ernstes für links. Ich kenne viele Linke. Die halten Sie und die anderen Kommentatoren aber für versponnen und verrückt, jedenfalls nicht für links. Und ich halte diese Diktatur-Verliebtheit und Ablehnung von Demokratie, freie Wahlen, Meinungs- und Pressefreiheit und Sympathie für Diktaturen, die diese Unwerte verwirklichen, auch für völlig unvereinbar mit einem linken Welt- und Menschenbild. Sie und die anderen Kommentatoren sind genauso wenig links wie diese Erbmonarchie der Kims in Nordkorea oder diese Massenmörder Pol Pot und Stalin.

zitiere Sepp Aigner:
... Linken-Bashing. Kriegen Sie jetzt einen Orden ? Held der Desinformations arbeit am ausgestreckten Bande ?


Warum lese ich von Ihnen – wie leider auch von den meisten anderen Kommentatoren – eigentlich nur dümmliche und dämliche Kommentare ohne ein einziges sachliches Argument. Können Sie nicht sachlich diskutieren oder wollen Sie es nicht?

Was ist das nur für ein erbärmliches Diskussionsnive au!
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-28 #72 2012-01-01 22:27
zitiere Immanuel:
Die Stasi war nicht vergleichbar mit dem Verfassungsschu tz oder BND.


Stimmt!Der entscheidende Unterschied war: Das MfS wurde nicht von Altnazis aufgebaut!
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-25 #71 2011-12-31 01:29
@ Immanuel 1# bis 1000#

Immanuel, was sind sie nur für ein armseliger und kleingeistiger Reaktionär.

Ihre Kommentare, ihre lächerlichen Abhandlungen und Belehrungen über die Demokratie und Rechtstaatlichk eit sind doch nichts anderes als das hohle Gewäsch der Bourgeoisie und der rechten Demagogen.
Ich glaube Sie leiden unter einer schweren Psychose und Persönlichkeits störung.
Sie glauben, mit ihren abstrusen Demokratie - Gelaber, das sonst auch kein Schwein mehr hören will, können Sie wenigstens noch ein paar Kommunisten zum Toben bringen.
Das törnt Sie dann da so richtig an und hinterher sind Sie dann auch mächtig erleichtert?
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-33 #70 2011-12-30 11:49
Immanuel: Ach, wie geschickt Sie sind. Jetzt haben Sie doch glatt innerhalb zwei Wochen allein unter dem Pseudonym Immanuel und allein zu diesem Thema über zwanzig Ihrer Kommentare in einer Publikation untergebracht, die Sie nicht im Traum anklicken würden, böte sich nicht eine Gelegenheiten zum Linken-Bashing. Kriegen Sie jetzt einen Orden ? Held der Desinformations arbeit am ausgestreckten Bande ?
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+24 #69 2011-12-30 03:00
Passend zum Thema gibt es übrigens im Berliner Tränenpalast seit September die interessante ständige Ausstellung "GrenzErfahrunge n. Alltag der deutschen Teilung", die ich mir gestern angeschaut habe und allen Berlin-Besuchern nur empfehlen kann.
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+27 #68 2011-12-30 02:40
zitiere forsa:
9. Zufriedenheit mit dem heutigen politischen System

Die übergroße Mehrheit der Brandenburger (86 %) findet die Idee der Demokratie im Vergleich zu anderen Staatsideen gut. Diese Einschätzung unterscheidet sich in den einzelnen Bevölkerungs- und Wählergruppen nur in Nuancen.


Also - bei allen aktuellen Problemen und Unzufriedenheit en - wollen 86 % der Brandenburger das DDR-System NICHT zurück.

Selbst unter den Anhängern der „Linken“ finden noch 82 % die Idee der Demokratie im Vergleich zu anderen Staatsideen gut.
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