|
Castor: Staat und Konzerne gegen die Mehrheit |
| Drucken | |
E-Mail |
|
Umwelt (GreenGlobe)
|
|
Freitag, den 05. November 2010 um 19:36 Uhr |
|
»Wenn jetzt im Wendland Zehntausende gegen den Castor und gegen Atomkraft demonstrieren, wird deutlich, wie wenig Rückhalt diese Hochrisikotechnologie bei den Menschen im Land hat. Allein das bornierte Profitinteresse der Atomkraftbefürworter wird hier notfalls auch mit Gewalt durchgesetzt«, kritisiert die energiepolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, Dorothée Menzner. »91 Castoren mit strahlendem Müll, aufgereiht in einer zugigen Halle, stehen bereits im Zwischenlager Gorleben. Bevor man sie irgendwo in ein Erdloch versenken kann, müssen sie noch Jahrzehnte lang abkühlen. Was den Atomstromklüngel nicht daran hindert, immer weiter hoch radioaktiven Müll zu produzieren. Jetzt kommen die nächsten Castoren nach Gorleben. Die Risiken, die von solchen Transporten ausgehen, sind unkalkulierbar.«
Das Zwischenlager im Wendland solle Fakten schaffen für ein Endlager, dass es aber im Gorlebener Salzstock nicht geben kann. Die Linke sei dabei, wenn die Wendländer - und mit ihnen tausende Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet - dagegen nicht still halten. »Wo sich Staat und Konzerne über den Willen der Mehrheit hinwegsetzen, nehmen wir unser Grundrecht auf Protest wahr«, so Menzner.
Verwandte Artikel:
Neuere Artikel:
Ältere Artikel:
|