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BBU: Landesregierung und Bundeskanzlerin sollen Nichtdurchsetzbarkeit eingestehen |
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Umwelt (GreenGlobe)
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Sonntag, den 07. November 2010 um 19:31 Uhr |
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Nach Auffassung des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) müssen die niedersächsische Landesregierung und die Bundesregierung die Demonstration der 50.000 Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner als riesigen Erfolg der bundesweiten Anti-Atomkraft-Bewegung anerkennen: "Die Landesregierung in Hannover und Bundeskanzlerin Merkel müssen eingestehen, dass ein Endlager in Gorleben, hochgefährliche Atomtransporte und der Weiterbetrieb der Atomanlagen politisch nicht durchsetzbar sind", erklärte heute am Tag nach der Großdemonstration der BBU.
Unterdessen rief der BBU die Polizei dazu auf, dem massenhaften Protest im Wendland nicht mit Gewalt zu begegnen. Die Polizei solle nicht mit eskalierendem Vorgehen durchboxen, "was die Politik verbockt hat", fordert der BBU. Der BBU kritisiert, dass die Polizei bereits gestern eine Hundertschaft provokativ durch die Reihen der Großdemonstration gescheucht hatte. Laut BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz wurden dabei besonders junge Polizistinnenen und Polizisten offenbar kopf- und führungslos "ins Feld gejagt", die mit der Situation völlig überfordert waren. Inmitten der friedlichen Demonstration war den Einsatzkräften, die ziellos mal nach links und mal nach rechts liefen, offenbar selber nicht klar, welchen Ziel ihr Einsatz hatte. In schwerer Kampfmontur, z. T. mit Helm auf dem Kopf, schienen viele von ihnen an ihrer körperlichen Belastungsgrenze zu sein.
Mit Bestürzung reagierten die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz auf die Meldung von gestern Abend, dass ein Polizist, der anlässlich des Castor-Transports nach Gorleben eingesetzt war, sich das Leben genommen hat. Er soll sich in seiner Unterkunft mit der Dienstpistole erschossen haben. "Wir sind erschreckt und können nur hoffen, dass dieser Freitod in keinerlei Zusammenhang mit dem Einsatz steht", sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.
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