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Atommüll soll über Hamburg fahren | Drucken |  E-Mail
Umwelt (GreenGlobe)
Freitag, den 12. November 2010 um 18:03 Uhr

Atomkraft Nein DankeMit großer Empörung reagieren Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland auf Medienberichte aus Bremen, wonach sich bereits am Mittwoch in Düsseldorf auf Einladung des NRW-Innenministeriums die »Einsatzreferenten« mehrerer Bundesländer auf Details zu den umstrittenen Castor-Transporten von Ahaus nach Russland geeinigt hätten. Laut Weserkurier und Radio Bremen soll der erste von drei geplanten Transporten über den Hamburger Hafen Richtung Russland verschifft werden.

»Während Bundesumweltminister Röttgen aufgrund der massiven Kritik eine Prüfung der Atomanlage und der Lagerungsbedingungen für Atommüll „vor Ort“ in Majak ankündigt, treibt das NRW-Innenministerium die Planungen für die Castor-Transporte insgeheim voran. Das Treffen der Einsatzreferenten und die Ergebnisse der Besprechungen wurden der Öffentlichkeit in NRW verheimlicht. Die rot-grüne Landesregierung verstrickt sich immer mehr im Castor-Sumpf«, erklärte Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. »Das Land Bremen hat seine berechtigten Sicherheitsbedenken anscheinend erfolgreich durchgesetzt, während NRW in vorauseilendem Gehorsam den skandalösen und zynischen Atommüllexport weiter organisiert. Dabei werden die Sicherheitsbedenken und die Ungereimtheiten immer größer. Russische Umwelschützer fordern die Schließung der Atomanlage in Majak. In dieser Situation plutoniumhaltige Brennelemente dorthin zu schicken, ist unverantwortlich. Majak ist eine der am stärksten verstrahlten Regionen der Welt«, ergänzte Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen rufen deshalb erneut für den 21. November um 14 Uhr vor dem Zwischenlager Ahaus zu einer Demonstration gegen den Atommüllexport nach Russland auf.


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