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Röttgen-Besuch in Gorleben kommt zu spät | Drucken |  E-Mail
Umwelt (GreenGlobe)
Mittwoch, den 01. Dezember 2010 um 12:43 Uhr

Röttgen hat ausgestrahltZum morgigen Gorleben-Besuch von Bundesatomminister Norbert Röttgen erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Röttgen kommt zu spät. Wer zuerst alle wesentlichen Entscheidungen trifft und danach das Gespräch sucht, ist an den Argumenten der Menschen vor Ort nicht wirklich interessiert. Ein solches Gespräch dient nur dem Image des Ministers, ist aber kein ernstzunehmender Dialog.« Vor ihren Entscheidungen zur Verlängerung der AKW-Laufzeiten und zum Weiterbau des Atommüll-Endlagers im maroden Salzstock Gorleben, habe die Bundesregierung regelmäßig mit den Stromkonzernen gesprochen, aber kein einziges Mal mit den Betroffenen dieser Politik, so Stay.

Jochen Stay gehört zu den von Bundesatomminister Norbert Röttgen für morgen zu einem Gespräch eingeladenen Atomkraftgegnern. Sein Stuhl wird jedoch leer bleiben. »Ich werde mich an diesen Gesprächen nicht beteiligen, weil ich kein Statist in der Röttgen-Show sein möchte, sondern weiter eigenständig handelnder Bürger, der sich gemeinsam mit der Mehrheit der Bevölkerung gegen die verantwortungslose Atompolitik der Bundesregierung zur Wehr setzt«, kündigte der Anti-Atom-Aktivist an. »Röttgen spricht seit Monaten von Bürgerbeteiligung, Transparenz und Dialog, wenn es um Gorleben geht. Doch seine Taten sprechen eine andere Sprache: Den Weiterbau in Gorleben zieht er ohne Öffentlichkeitsbeteiligung durch. Die Eigentümer der Salzrechte will er enteignen. Und während des Castor-Transports Anfang November hatte er nicht die Courage, sich in der Region zu zeigen, sondern duckte sich hinter der Polizei weg und ließ Polizisten und Bevölkerung ausbaden, was er eingebrockt hatte. Röttgens Verhalten zeigt, dass seine Worte nicht aufrichtig sind.«

.ausgestrahlt fordert in einer Pressemitteilung ein Ende der Bauarbeiten in Gorleben und die Aufgabe des Standorts, weil seit Jahrzehnten erwiesen sei, dass der Salzstock geologisch nicht für die Atommüll-Lagerung geeignet ist. »Ein Schlichtungsverfahren wie in Stuttgart ist in Sachen Endlager aussichtslos, so lange weiter hochradioaktiver Müll in den Atomkraftwerken produziert wird und damit tagtäglich Fakten geschaffen werden, die niemand verantworten kann«, unterstreicht die Organisation.


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