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BBU kritisiert Kernfusionsvorhaben am Forschungszentrum Jülich |
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Umwelt (GreenGlobe)
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Mittwoch, den 02. Februar 2011 um 15:14 Uhr |
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In die Debatte um drohende Atommülltransporte vom Atomforschungszentrum Jülich in das westfälische Atommülllager Ahaus hat sich erneut der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) eingeschaltet. Der bundesweit organisierte Umweltverband hat sich dabei eindeutig wieder gegen die Atommülltransporte nach Ahaus ausgesprochen. Von der Landesregierung forderte der BBU eine Garantie darüber, dass die hochgefährlichen Transporte unterlassen bleiben. Gleichzeitig kritisierte der BBU, dass im Jülicher Forschungszentrum noch immer Atomforschung betrieben wird.
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz hatte ebenso wie viele Initiativen, Verbände und Parteien zu der Demonstration am Atomforschungszentrum aufgerufen, an der sich am Sonntag rund 600 Personen beteiligt hatten. Bei der Abschlusskundgebung hatte sich BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz für den sofortigen Atomausstieg, gerade auch in NRW, und generell gegen Atomtransporte ausgesprochen. Gleichzeitig hatte Buchholz darauf hingewiesen, dass über das Jülicher Atomforschungszentrum eine deutsch-russische Kooperation im Bereich der Kernfusion abgewickelt wird. Buchholz zitierte bei der Kundgebung aus der Internetseite des Forschungszentrum’:
„Physiker aus dem Forschungszentrum Jülich und ihre Kollegen im russischen Gatchina wollen für einen neuen Ansatz zur Kernfusion das technische Equipment zusammenstellen, um einen seit Jahrzehnten aufgeschobenen Versuch zur doppelt polarisierten Kernfusion durchzuführen. Damit könnten ab 2011 die theoretischen Vorhersagen zur Änderung der Fusionsraten durch Einsatz von polarisierten Teilchen endlich im Experiment geprüft werden. Dazu schickt das Jülicher Institut für Kernphysik eine Atomstrahlquelle in die russische Forschungseinrichtung in der Nähe von St. Petersburg (…)“.
Der BBU kritisiert, dass die Forschung im Bereich der Kernfusion extrem teuer ist, obwohl Erfolge nicht absehbar sind. BBU-Vorständler Buchholz: „Wenn jetzt angeblich Jülicher Atommüll aus Kostengründen nach Ahaus transportiert werden soll, dann sollen die Betreiber des Atomfoschungszentrum’ zunächst offenlegen, mit welchen Kosten die umstrittene Kernfusionsforschung verbunden ist.“
Letztlich vertritt der BBU die Auffassung, dass im Zusammenhang mit vorhandenem Atommüll die Sicherheit der Bevölkerung wichtiger als Kostenfaktoren sein muss. Und damit nicht noch mehr Atommüll anfällt, der nirgendwo sicher gelagert werden kann, fordert der BBU die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen.
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