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medico: »Haitianische Zivilgesellschaft stärker einbeziehen« |
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Haiti
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Mittwoch, den 20. Januar 2010 um 12:45 Uhr |
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Die Hilfsorganisation medico international unterstützt die Nothilfe der dominikanischen Gesundheitsorganisation Institución Social Colectivo de Salud Popular (COSALUP) für die Erdbebenopfer in Haiti. Gemeinsam mit anderen dominikanischen Organisationen der Zivilgesellschaft ist der medico-Partner COSALUP im Netzwerk »Haiti-Hilfe« aktiv. Das Netzwerk koordiniert seine Bemühungen mit dem Roten Kreuz und UN-Organisationen, um unnötige Verdopplungen zu vermeiden und die Hilfe möglichst effektiv zu gestalten.
COSALUP hat zusammen mit der dominikanischen Ärztekammer eine Hilfskette aufgebaut, die in Haiti eine kontinuierliche Präsenz sicherstellt. Es wurden zwei medizinische Versorgungseinheiten in Port-Au-Prince eingerichtet. Die multidisziplinären Teams können ihre Arbeit je nach Bedarf auf andere Regionen ausweiten oder verlegen. Das medizinische Personal wird alle vier Tage rotieren. Zusätzlich wird die Klinik in Jimani, unmittelbar an der haitianisch- dominikanischen Grenze unterstützt. Dort werden bereits hunderte Haitianer medizinisch versorgt.
Die Kollegen von COSALUP haben sich zum Ziel gesetzt einen Beitrag zum Wiederaufbau »mit und für die Haitianer« zu leisten. Sie haben jedoch große Befürchtungen, dass manche internationale Hilfsmaßnahme von eigennützigen, zum Teil sicherheitspolitischen Interessen geleitet sein könnte. Katja Maurer von medico international fordert: »Die haitianische Bevölkerung muss stärker in die Hilfsmaßnahmen einbezogen werden. Ein nachhaltiger Wiederaufbau ist nur mit der haitianischen Zivilgesellschaft als zentralem Akteure möglich.«
Zur Unterstützung der Nothilfe unserer Partner sowie für langfristige Rehabilitations- und Wiederaufbaumaßnahmen bittet medico um Spenden:
Spendenkonto medico international Konto-Nr. 1800 Frankfurter Sparkasse BLZ 500 502 01 Stichwort: Haiti
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