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67 Prozent für Evo - Warnung vor Destabilisierung | Drucken |  E-Mail
Bolivien
Mittwoch, den 13. August 2008 um 14:16 Uhr
Nach Auszählung von 87,44 Prozent der Stimmen zeichnet sich immer deutlicher die überwältigende Unterstützung für den bolivianischen Präsidenten Evo Morales ab. Den neuesten Zahlen zufolge sprachen fast 67 Prozent, also mehr als zwei Drittel der Wählerinnen und Wähler, dem ersten indigenen Präsidenten des Landes das Vertrauen aus. Zugleich wächst die internationale Solidarität mit dem Veränderungsprozess in dem Andenland. 
 Ja Nein gezählt 
Präsident & Vizepräsident
67,77%32,23%96,10%bestätigt
La Paz35,58%64,42%99,06%abgewählt
Cochabamba35,19%64,81%100,0%abgewählt
Oruro 50,86% 49.14%99,72%bestätigt
Potosí 78,77%21,23%97,46%bestätigt
Tarija58,06% 41,94%100,0%bestätigt
Santa Cruz67,10% 32,90%86,46%bestätigt
Beni64,27%35,73% 98,91%bestätigt
Pando56,21%43,79% 100,0%bestätigt
Fuente: CNE


So verurteilte der Vizepräsident der venezolanischen Gruppe im Lateinamerikanischen Parlament, Carolus Wimmer, die sezessionistischen Bestrebungen in den reichen Provinzen des sogenannten "Halbmondes". Wimmer nannte konkret den in seinem Amt bestätigten Präfekten von Santa Cruz, Rubén Costas, der die sofortige Umsetzung des am 4. Mai in einem illegalen Referendum beschlossenen Autonomie-Statuts angekündigt hatte. "Das Vorhaben, eine eigene Polizei und eine Einrichtung zu schaffen, die die Ressourcen der Region einzieht, macht deutlich, dass der Sieg im Referendum kein Ende des Krieges bedeutet", warnte Wimmer, der auch internationaler Sekretär der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) ist.

Zugleich warnte der Abgeordnete: "Die Weigerung der (separatistischen) Provinzbehörden, an dem von der nationalen Regierung einberufenen Dialog teilzunehmen, weist darauf hin, dass, nachdem die Möglichkeiten zur Absetzung von Evo Morales durch Wahlen erschöpft sind, Aktionen zu einer zunehmenden Destabilisierung zu erwarten sind, die die Regierungsarbeit behindern soll". Wimmer äußerte die Vermutung, dass die Separatisten eine Spaltung des Landes betreiben und sich dabei auf die Ergebnisse der Abstimmung in den Provinzen stützen werden.

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