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70 kommunistische Parteien tagen in Sao Paulo | Drucken |  E-Mail
Brasilien
Sonntag, den 23. November 2008 um 01:37 Uhr
Knapp 70 kommunistische und Arbeiterparteien beraten noch bis heute abend im brasilianischen Sao Paulo über die Herausforderungen der Finanzkrise sowie über Möglichkeiten einer intensiveren Zusammenarbeit der kommunistischen und marxistischen Bewegung.

Begrüsst wurden die Vertreter der Parteien auch - wenn auch nicht persönlich - durch den brasilianischen Präsidenten Lula da Silva.

Einziger vertretene Partei aus Deutschland ist die DKP. Ihr Vorsitzender Heinz Stehr kündigte an, in Brasilien die Bildung eines Netzwerks der Kommunistischen Parteien mit einem gewählten und rotierenden Arbeitsgremium vorschlagen zu wollen, in dem dann konkrete Überlegungen über gemeinsame Aktivitäten und das gemeinsame Selbstverständnis der unter sehr unterschiedlichen Bedingungen arbeitenden Parteien sowie gemeinsame politische Strukturen entwickelt werden könnten.

Salam Ali von der Irakischen KP zeigte sich davon überzeugt, dass das Ende der US-amerikanischen Besatzung seines Landes nahe sei. Das irakische Parlament habe nach monatelangen Verhandlungen beschlossen, dass die Besatzer bis Ende kommenden Jahres abgezogen werden müssten.

Als von der CIA gegründete Instrumente des Kapitalismus klagte Branko Kitanovic von der Neuen Kommunistischen Partei Jugoslawiens zahlreiche NGOs an. "Das bürgerliche System ist dem Untergang geweiht, aber vor seinem Verschwinden, vergiftet es die Menschheit", warnte Kitanovic.

Für die KP der USA bedeutet die Wahl Barack Obamas eine "strategische Wende". Das Ergebnis der Wahlen in den USA sei eine entscheidende Zurückweisung der Politik von George W. Bush gewesen. Die strategische Herausforderung für die Arbeiterklasse der Vereinigten Staaten sei aber der Weg zum Sozialismus, wie auch das Wahlprogramm der KPUSA überschrieben gewesen sei.
 

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