| Volodia - Künstler, Kämpfer, Kommunist | | Drucken | |
| Chile |
| Dienstag, den 05. Februar 2008 um 10:55 Uhr |
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Fidel Castro: Das Ableben Volodias "Chile hör zu! Die Nachrichten welche die Junta versteckt und verbietet darüber was in Chile passiert und die Stimme der internationalen Solidarität", ertönte 15 Jahre lang über Radio Moskau die Stimme von Valentín Teitelboim Volosky besser bekannt als Volodia Teitelboim, der am 17. März 1916 in Chillán geboren wurde und immer in der ersten Reihe des politischen und literarischen Lebens Chiles stand. In seinem langen Leben wirkte er als Schriftsteller, Biograph, Literaturkritiker, Gründungsredakteur von "El Siglo", dem Parteiorgan der KP Chiles, Radiosprecher, Rechtsanwalt, Abgeordneter, Senator und Generalsekretär der KP Chiles. Der Sohn jüdischer Immigranten trat mit 16 Jahren in den Kommunistischen Jugendverband Chiles ein und begann sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität von Chile. Während der Kommunistenverfolgungen in den 40er Jahren wurde er verbannt und im Konzentrationslager von Pisagua inhaftiert. 1954 gründete und leitete er die Kulturzeitung "Aurora". Von 1961 war er Abgeordneter und ab 1965 bis zum Putsch 1973 Senator für die KP Chiles. 1973 befand er sich auf Bitten vom Präsident Salvador Allende auf politischer Rundreise durch Europa. Bedingt durch den Putsch konnte er die Rückreise in seine Heimat nicht antreten. Ab dem 12. September 1973 sendete Volodia 15 Jahre lang "Volodia kommentiert" über Radio Moskau, im Programm "Chile hör zu!". Seine Kommentare wurden Nacht für Nacht in Chile via Kurzwelle empfangen. Seine Aufgabe war es, den Chilenen zu vermitteln was in Chile passierte, da die totale Zensur, die Ausgangssperre und die andauernde Verfolgung, es nicht erlaubten die Wahrheit zu erfahren. Im Exil gründe er die Schriftenreihe "La Araucaria", die 12 Jahre ein wichtiges Organ des kritischen Widerstands der Intellektuellen im Exil als auch anderer Lateinamerikaner war. Zum Ende der Diktatur kehrte er 1988 im Untergrund nach Chile zurück und gab sich dann den Autoritäten zu erkennen. Im darauffolgenden Jahr wurde er Generalsekretär der KP Chiles. Wegen der wunderbaren Dimensionen seines Werkes, verlieh man ihm im August 2002 den nationalen Literaturpreis. Volodia war ein unermüdlicher Kämpfer für die Würde und die Rechte der Arbeiter und ein unermüdlicher Menschenfreund und Demokrat. Volodia war Führer seiner Partei bis zum letzten Tag seines Lebens. Unser geschätzter und geliebter Genosse Volodia starb am Abend des 31. Januar. Erscheint in der Wochenzeitung UZ - Unsere Zeit vom 8. Februar 2008 |
