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TeleSur kündigt neues Interview mit Fidel Castro an | Drucken |  E-Mail
Kuba
Mittwoch, den 09. September 2009 um 11:06 Uhr
Der lateinamerikanische Nachrichtensender TeleSur wirbt mit Spots für ein neues Interview des US-amerikanischen Filmemachers Oliver Stone mit dem früheren kubanischen Präsidenten Fidel Castro. In den Vorschaubildern des laut Ankündigung "sehr bald" auf dem Kanal zu sehenden Gesprächs erscheint der Comandante bei offensichtlich bester Gesundheit und spricht u.a. über die Zeit der Regierung Bush und über Stones Film "W", mit dem dieser die Amtszeit des Obama-Vorgängers aufarbeitet.

Stone hat die Fernsehrechte an dem neuen Interview exklusiv dem lateinamerikanischen Sender übergeben, während das kubanische Portal Cubadebate.cu eine Internet-Version des Gesprächs zur Verfügung stellen wird. Fidel selbst hatte das Interview bereits in seiner Reflexion vom 3. September angekündigt, die unter dem Titel "Das Ziel heiligt nicht die Mittel" erschienen ist.

Am vergangenen Montag hatte Stone in Venedig seinen Film "South of the Border" (Südlich der Grenze) vorgestellt, mit dem er den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez porträtiert. Der von den Zuschauern begeistert gefeierte Film ist zu einem der wichtigsten Gesprächsthemen des diesjährigen Filmfestivals in der Lagunenstadt geworden. Auch Chávez selbst unterbrach kurz seine derzeitige Rundreise durch mehrere Staaten Nordafrikas, des Mittleren Ostens und Europas, um sich in Venedig den Film anzusehen.

Neben Chávez kommen in dem Film sechs weitere lateinamerikanische Staatschefs zu Wort, darunter der jetzige kubanische Präsident Raúl Castro.

"Ich habe (Fidel) Castro 1986 kennengelernt, als ich den Film Salvador machte. Später boten mir die Produzenten von Comandante die Möglichkeit, ihm näher zu kommen. Während zwei Wochenenden widmete er uns bis zu 40 Stunden seiner Zeit, und das war eine Gelegenheit, die ich nicht versäumen durfte. Ich bewundere seine Revolution, sein Selbstvertrauen und seine Ehrlichkeit. Er ist einer der wenigen Präsidenten weltweit, der nicht einen einzigen Cent auf ausländischen Konten hat und der außerdem sein Volk auf einen höheren Bildungsstand als sonst irgendein Land der Region gebracht hat", unterstreicht Stone seine Bewunderung für den wichtigsten Comandante der Kubanischen Revolution.

"Ich habe in Kuba eine Situation der Offenheit und Freiheit vorgefunden, die ich in keinem anderen Land der Region erlebt habe, weder in der Karibik noch in Mittelamerika. Ich war in Panama, El Salvador, Nicaragua mit vielen weltweit bedeutenden Staatschefs zusammen, aber nie habe ich auf der Straße diese spontane Herzlichkeit erlebt, wie ich sie in Kuba für Fidel erlebt habe", betonte er bereits 2004 in einem Gespräch mit der spanischen Tageszeitung "El País".
 

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