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Erneut überwältigende Mehrheit gegen Kuba-Blockade | Drucken |  E-Mail
Kuba
Dienstag, den 26. Oktober 2010 um 17:47 Uhr

Die Welt gegen die BlockadeDie Welt steht hinter Kuba. 187 Staaten der Welt haben heute bei der UN-Vollversammlung in New York die US-amerikanische Blockade gegen Kuba verurteilt, nur 2 Regierungen stellten sich gegen einen entsprechenden Antrag, den Havanna zum 19. Mal in Folge eingebracht hatte. 3 Länder enthielten sich. Im vergangenen Jahr hatten 187 Länder die Blockade verurteilt, nur die USA selbst, Israel und der kleine Pazifikstaat Palau hatten dagegen gestimmt. Die Marshall-Inseln und Mikronesien enthielten sich. Diesmal änderte Palau seine Meinung und enthielt sich.



Bereits in der Debatte, die der Abstimmung vorausging, sprachen sich die Vertreter zahlreicher Staaten und regionaler Zusammenschlüsse energisch gegen die Blockade aus. Die Gruppe der 77 und China, die Bewegung der Nichtpaktgebundenen, die Afrikanische Union, die Karibikgemeinschaft Caricom und der südamerikanische Mercosur erinnerten daran, dass bereits 18 mal die einseitige Blockade Kubas durch die USA von der UNO verurteilt wurde, ohne dass Washington dieses überwältigende Votum fast der ganzen Welt beachtet hätte. Insgesamt hatten 27 Zusammenschlüsse und Länder sich als Redner gemeldet, unter ihnen auch der kubanische Aussenminister Bruno Rodríguez. Dieser berichtete dem Plenum, wie die Blockade beispielsweise die Behandlung von an Krebs erkrankten Kindern verhindert, weil das dafür benötigte Medikament nur von einem US-Unternehmen hergestellt wird, das dieses nicht an die Insel verkaufen darf.

Venezuelas UNO-Botschafter Jorge Valero erinnerte an die Hoffnungen, die sich mit der Amtsübernahme von Barack Obama in Washington verbunden hätten. Diese seien enttäuscht worden, nichts deute derzeit auf einen Kurswechsel der US-Administration hin. Kuba jedoch führe einen Kampf für Würde und Selbstbestimmung, unterstrich der Diplomat.

Die Europäische Union hatte bereits zuvor in einer Stellungnahme an den UNO-Generalsekretär erklärt, dass sie die Frage des »Embargos« für eine im Wesentlichen bilaterale Frage zwischen den USA und Kuba halte. Sie verurteile jedoch die exterritorialen Auswirkungen der Blockade durch das Helms-Burton-Gesetz und andere Verordnungen und habe Maßnahmen ergriffen, um Auswirkungen dieser US-Gesetze auf europäische Unternehmen zu verhindern.





 


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