|
Havanna wird wieder Lateinamerikas Hauptstadt der Literatur |
| Drucken | |
E-Mail |
|
Kuba
|
|
Donnerstag, den 27. Januar 2011 um 18:32 Uhr |
|
Unter dem Motto »Lesen heißt wachsen« (»Leer es crecer«) öffnet am 10. Februar die Internationale Buchmesse in Havanna ihre Tore. Bis zum 20. Februar präsentieren kubanische und internationale Verlage ihre Bücher dem interessierten Publikum. Im Anschluß reist die Buchmesse noch bis zum 6. März durch die Provinzen des Landes. Die diesjährige Literaturschau ist dem Erzähler und Journalisten Jaime Sarusky Millar, Träger des Nationalpreises für Literatur 2004, sowie dem Philosophen und Essayisten Fernando Martínez Heredia, Nationalpreisträger für Sozialwissenschaften 2006, gewidmet. Geehrt werden zudem die Bolivarische Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA) sowie der 220. Jahrestag der haitianischen Revolution und damit die erste Erklärung zur Abschaffung der Sklaverei.
Während der zehn Tage wird auf dem Messegelände und in Havanna ein buntes und umfangreiches Begleitprogramm mit Buchpräsentationen, Diskussionsrunden, Ausstellungen, Theateraufführungen und Konzerten geboten. Eine der bedeutendsten Neuerscheinungen, die dort präsentiert werden, ist die von kubanischen Verlagen aufgelegte Edition »Alba Bicentenario« mit Werken lateinamerikanischer Autoren. Zu den ersten zwanzig aufgelegten Bänden gehören »Cuentos macabros« von Rubén Darío (Nicaragua), »De Cristóbal Colón a Fidel Castro. El Caribe, frontera imperial« von Juan Bosh (Dominikanische Republik) und der Jugendroman »Simón era su nombre« von Edna Iturralde (Ecuador). Die Edition geht auf eine Initiative des Instituto Cubano del Libro zurück. Neben der »offiziellen« Präsenz der Bundesrepublik über die Buchmesse Frankfurt nehmen dreiundzwanzig deutschsprachige Verlage, Kuba-Solidaritätsgruppen und Gewerkschaftsgliederungen über das Berliner Büro Buchmesse Havanna mit eigenem Stand teil. Auch RedGlobe unterstützt diese alternative Präsenz, die 2004 als Reaktion auf den damaligen Boykott der Buchmesse durch Deutschland gegründet wurde.
Die Tageszeitung junge Welt, die sich federführend im Berliner Büro Buchmesse engagiert, hat zu der Veranstaltung ein Online-Spezial eingerichtet: Hier klicken
Quelle: junge Welt / RedGlobe
Verwandte Artikel:
Neuere Artikel:
Ältere Artikel:
|