Donnerstag, 29. Januar 2015

Audimax der Uni Marburg besetztNach einer studentischen Informations-Vollversammlung am gestrigen Donnerstag im Auditorium Maximum der Philipps-Universität Marburg haben rund 100 Studierende die Initiative ergriffen und die zweite Etage des Hörsaalgebäudes besetzt. Die BesetzerInnen des AudiMax sehen ihren Protest als Teil der »weltweiten Bewegung für freie und emanzipatorische Bildung«, wie sie in einer Pressemitteilung schreiben.
»Das Audimax ist jetzt ein Freiraum für alle. Ein Labor für soziale Bildung. Es gibt unter den BesetzerInnen viele Meinungen und Vorstellungen, wie aktuelle Politik an der Hochschule aussehen kann und wie auch gesellschaftlich die Alternativen umgesetzt werden können. Entscheidungen werden basisdemokratisch getroffen«, beschreiben die Studierenden ihre Konzeption. Viele der Probleme im Bildungssystem und anderen Bereichen, in denen soziale Verschärfungen bemerkbar sind, sei auf die internationale Politik zurückzuführen. »Deshalb sehen wir unser Handeln in direkter Verbindung mit den heutigen Protesten in Kanada, Kolumbien, der Schweiz, Kroatien und Österreich.«

In mehreren Arbeitskreisen wollen die Studierenden zu verschiedenen Schwerpunkten arbeiten. Die inhaltlichen Ergebnisse sollen dann in das Plenum der Studierenden getragen werden.

»Mit der Besetzung beabsichtigen wir die Diskussion über die Funktionen des öffentlichen Bildungssystems anzuregen, da dieses vermehrt nach wirtschaftlichen Interessen ausgerichtet wird«, so die BesetzerInnen.

Zugleich kritisieren die Marburger Studierenden die in den heutigen Morgenstunden erfolgte Räumung eines von Studierenden besetzten Raumes an der Universität Münster: »Wir verurteilen das Vorgehen des Rektorats, da sich dieses Handeln gegen jede Form der selbstverwalteten Bildung sowie jede Form des Dialoges richtet«

Auch in Tübingen, München und Potsdam kam es zu Besetzungen von Universitätsgebäuden durch die Studierenden.

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