RedGlobe RSS-Feed

Translate RedGlobe

BesucherInnen:

Heute:664
Gestern:4137
Seit 1. Juni 2005:10858695
Ecuador schwänzt ALBA | Drucken |  E-Mail
Ecuador
Freitag, den 13. Juni 2008 um 21:48 Uhr

Siehe auch: Rafael Correa relativiert Absage an ALBA
Wie das Außenministerium in Quito heute mitteilt, hat die Regierung von Präsident Rafael Correa gestern entschieden, dass sich Ecuador zunächst nicht der Bolivarischen Alternative für die Völker Unseres Amerika (ALBA) anschließen wird, die bislang von Venezuela, Cuba, Bolivien, Nicaragua und Dominica gebildet wird. Während keine Gründe für diese Entscheidung genannt werden, lobt die Regierung ALBA und kündigt an, den ALBA-Prozess zu "begleiten", damit die Gemeinschaft ihre institutionelle und rechtliche Struktur konsolidieren kann.

Der Beitrag von ALBA zur Integration Südamerikas wird als "wertvoll" anerkannt, insbesondere Initiativen wie TeleSur, Petroalba, die ALBA-Bank und andere werden gelobt. Das Außenministerium sei auch bereit, Mechanismen zur Kooperation zwischen ALBA und anderen Integrationsmechanismen zu unterstützen, wozu die Union Südamerikanischer Nationen sowie die "Organisation Lateinamerikanischer Staaten" gehörten.

Dieser Hinweis auf die noch gar nicht existierende "Organisation Lateinamerikanischer Staaten" könnte der Schlüssel für die Entscheidung Ecuadors sein. Nach der völkerrechtswidrigen Intervention Kolumbiens auf ecuatorianischem Staatsgebiet und der zögerlichen Reaktion der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hatte Ecuadors Präsident Rafael Correa die Schaffung einer OAS ohne die USA vorgeschlagen. Möglicherweise befürchtet er, dass eine Mitgliedschaft Ecuadors in der klar politisch geprägten ALBA diese Initiative behindern könnte.

Verwandte Artikel:
Neuere Artikel:
Ältere Artikel:

 

Andere Seiten