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Klare Mehrheit für ein neues Ecuador | Drucken |  E-Mail
Ecuador
Montag, den 29. September 2008 um 08:43 Uhr
Ja
NeinLeer
Ungültig
64,04%
28,01%0,74%
7,21%
Stand: 96,26% ausgezählt (29.9., 20:08 Uhr Ortszeit / 30.9., 03:00 MESZ
Ersten offiziellen Ergebnissen zufolge, die das Oberste Wahlgericht (TSE) um 22.39 Uhr Ortszeit (5.39 Uhr MESZ) veröffentlichte, haben 65,33 Prozent der Wählerinnen und Wähler Ecuadors für die neue Verfassung des Landes gestimmt. 27,05 Prozent stimmten mit Nein, 0,59 Prozent gaben einen leeren Stimmzettel ab und 7,03 Prozent stimmten ungültig. Diese Zahlen beruhen auf einem Auszählungsstand von knapp fünf Prozent der Stimmen.

Die von Präsident Rafael Correa initiierte neue Verfassung umfasst 444 Artikel und soll eine größere Beteiligung der Bevölkerung an den politischen Entscheidungen bringen. Ausdrücklich verbietet das neue Grundgesetz die Einrichtung ausländischer Militärbasen in dem südamerikanischen Land. Erstes Opfer dieser Bestimmung sind die USA, die ihre Basis in Manta schließen müssen. Weiter richtet sich die neue Verfassung gegen den Großgrundbesitz.

"Ecuador hat ein neues Land entschieden", jubelte Präsident Correa. "Die neue Verfassung hat überwältigend gesiegt. Dies ist ein historischer Augenblick, der weit über die Personen hinaus reicht, die aus Glück oder Unglück an diesem Prozess beteiligt gewesen sind", fuhr er fort. Die alten Strukturen seien besiegt, nun müssten diejenigen Rechenschaft vor dem Volk ablegen, die mit Lügen und Manipulationen versucht hätten, die Annahme der neuen Verfassung zu verhindern.

Correa rief zur Einheit auf, damit die, die mit "Ja" und die, die mit "Nein" gestimmt haben, zusammen arbeiten, um die Revolution voranzubringen, "denn dies ist ein Prozess des ganzen Volkes".

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