| Correa droht Landbesitzern mit Enteignung | | Drucken | |
| Ecuador |
| Montag, den 01. Dezember 2008 um 10:42 Uhr |
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Ecuadors Präsident Rafael Correa hat den Großgrundbesitzern seines Landes am Sonnabend eine Frist von einem Jahr gesetzt, damit sie beginnen, ihre Ländereien produktiv zu nutzen, ansonsten »werden sie enteignet«, wie er in seiner wöchentlichen Rundfunk- und Fernsehsendung sagte. Gezielt richtete sich Correa an die Grundbesitzer im Guayas-Becken, einer fruchtbaren Region im Südwesten Ecuadors, in dem sie versuchten, Mehrwert zu verdienen, ohne zu produzieren.
»Das werden wir nicht zulassen, es reicht jetzt mit dieser Spekulation«, sagte Correa und gab den »Pelucones« zwölf Monate Zeit, ihre Felder zu bestellen. »Pelucones« (Perückenträger) ist ein ursprünglich aus dem Chile des 19. Jahrhunderts stammende herabwertende Bezeichnung für die reichen Konservativen und spielt auf die aristokratische Sitte des Perückentragens an. »Ich gebe euch ein Jahr, aber wenn ihr nicht produziert, werden diese Ländereien enteignet«, warnte er. »Es reicht jetzt, dass der Staat fast zwei Milliarden Dollar in Bewässerungsanlagen und andere Infrastruktur investiert hat und immer noch riesige Länderein brachliegen«, kritisierte der Präsident. Im Falle einer Enteignung werde der Staat den realen Wert der Länderein schätzen und anerkennen und ihn dann »den Bauern geben, die arbeiten wollen«. Die neue Verfassung Ecuadors erlaubt es dem Staat, für die Landwirtschaft oder Viehzucht nutzbare Ländereien zu enteignen, wenn sie nicht gesellschaftliche oder Zwecke des Umweltschutzes erfüllen. Neuere Artikel:
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