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Tausende auf der Strasse gegen die Putschisten |
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Ecuador
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Donnerstag, den 30. September 2010 um 21:46 Uhr |
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Nach einem Aufruf von Ecuadors Aussenminister Ricardo Patiño ziehen derzeit Tausende Menschen zu dem Krankenhaus in Quito, in dem sich Präsident Rafael Correa aufhält. Die Ministerin für Politikkoordination, Doris Solíz, rief vom Balkon des Regierungssitzes aus: »Quito ergibt sich nicht, verdammt nochmal!« Ziel der Demonstration ist, den Staatschef aus dem Gebäude zu befreien und ihn an einen sicheren Ort zu bringen. Das Hospital ist jedoch von meuternden Polizisten belagert, die versuchen, den Vormarsch des Volkes aufzuhalten. Auch gegen Journalisten gehen die Putschisten vor.
Der Verkehr in der Quito ist Augenzeugenberichten zufolge praktisch zusammengebrochen. Tausende Menschen sind zu Fuss unterwegs, um ihre Solidarität mit der Regierung zu demonstrieren. Während die rechtmässige Regierung für fünf Tage den Ausnahmezustand über das Land verhängt hat, hat Peru die Grenzen zum Nachbarland geschlossen, bis sich die Lage wieder stabilisiert. International haben zahlreiche Regierungen bereits ihre Unterstützung für Correa erklärt, darunter Venezuela, Argentinien und Spanien.
Unterdessen kurven offenbar Regierungsgegner mit ihren Autos durch die Strassen, um die Putschisten zu unterstützen. Demgegenüber hat der Generalstab der ecuadorianischen Streitkräfte erklärt, loyal zur rechtmässigen Regierung zu stehen. Der überraschende Protest der Polizisten sei gescheitert, sagte das Oberkommando.
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