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Rotes Kreuz: Putschversuch forderte zwei Menschenleben |
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Ecuador
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Freitag, den 01. Oktober 2010 um 11:33 Uhr |
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Der Putschversuch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Rafael Correa und dessen Befreiung aus dem Polizeikrankenhaus von Quito haben nach Angaben des Roten Kreuzes zwei Menschen das Leben gekostet. 37 weitere wurden verletzt, als Soldaten einer Spezialeinheit den Staatschef inmitten eines Schusswechsels aus dem Krankenhaus befreiten, wo er von den meuternden Polizisten belagert worden war. Insgesamt wurden offenbar 50 Menschen verletzt.
Unterdessen beschloss die Union südamerikanischer Nationen (UNASUR), die Aussenminister der Region heute noch nach Quito zu entsenden. Agenturberichten zufolge sollen sie gegen 16 Uhr MESZ dort eintreffen. Weiter forderten die spontan in Buenos Aires zusammengekommenen Staatschefs aller Länder Südamerikas, »die Verantwortlichen des Umsturzversuches zu verurteilen und zu bestrafen«. Sie kündigten ausserdem an, dass ein Anhalten der gewaltsamen Unruhen gegen die Regierung in Quito weitere Schritte nach sich ziehen werde. In der Erklärung wurde mit einer Schließung der Grenzen, einem Handelsstopp und der Unterbrechung des Luftverkehrs sowie der Energieversorgung gedroht.
Unterdessen wurde Ecuadors Präsident Rafael Correa bei seiner Rückkehr in den Regierungspalast von Tausenden dort versammelter Menschen begeistert gefeiert. In Sprechchören forderte die Demonstranten eine Bestrafung des Ex-Präsidenten Lucio Gutiérrez, den sie für den Putschversuch verantwortlich machten und ihn »Mörder« nannten. Vom Balkon des Gebäudes aus rief Correa seinen Unterstützern zu: »Heute mehr denn je - vereinen wir uns, um die immer gleichen Verkäufer des Heimatlandes zu besiegen und das Heimatland voranzubrigen!« Nichts und niemand werde die Revolution in Ecuador aufhalten, betonte Correa und beendete seine Worte mit dem einst von Che Guevara geprägten Kampfruf »Hasta la victoria siempre!«
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