| Honduras ratifiziert ALBA-Beitritt | | Drucken | |
| Honduras |
| Freitag, den 10. Oktober 2008 um 17:33 Uhr |
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Einmütig hat der Nationale Kongress, das Parlament von Honduras, gestern den Beitritt des mittelamerikanischen Landes zur Bolivarischen Alternative für die Völker Unseres Amerika (ALBA) ratifiziert. Präsident Manuel Zelaya hatte am 25. August in Tegucigalpa den Beitritt zu der 2004 auf Initiative Kubas und Venezuelas gegründeten Gemeinschaft unterzeichnet. Lange war aber bezweifelt worden, ob der Staatschef seine Partei geschlossen für die Ratifizierung gewinnen können würde.
Die 62 Abgeordneten der Liberalen Partei von Honduras (PLH), die ebenso wie die deutsche FDP Mitglied der Liberalen Internationale ist, stimmten ebenso wie die linke Demokratischen Vereinigung (UD), die sozialdemokratische Partei „Innovation und Einheit“ (PIU) und die Christdemokraten für den Beitritt. Nur die Abgeordneten der konservativen Nationalen Partei (PN) verliessen vor der Abstimmung das Parlament. Selbst die Konservativen trauten sich offenbar nicht, offen gegen den Beitritt zu stimmen. PN-Fraktionschef Antonio Rivera warnte, die Ratifizierung des ALBA-Beitritts liege in der alleinigen Verantwortung der Liberalen Partei, aber seine Partei könne nicht gegen etwas stimmen, das den Armen zugute kommen solle. Vor dem Parlamentsgebäude demonstrierten Tausende von Menschen für den Beitritt ihres Landes. „Die Entwicklung der honduranischen Bauern ist nur mit ALBA möglich“, hieß es auf Transparenten. Tatsächlich sind die Kleinbauern die ersten Nutznießer der honduranischen ALBA-Mitgliedschaft. Venezuela wird im Rahmen der Gemeinschaft Kredite in Höhe von 30 Millionen Dollar für kleine Landwirte gewähren, 100 Traktoren liefern sowie die honduranischen Programme im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie im Wohnungsbau unterstützen. Dagegen beharrte der Unternehmerverband Cohep auf seiner strikten Ablehnung der alternativen Gemeinschaft und erklärte, Honduras trete mit der Ratifizierung einer „ideologischen politischen und Militärallianz bei, die unserer Geschichte, Werten und Verpflichtungen widerspricht“. In gewisser Weise haben die Unternehmer damit sogar recht, denn in den 80er Jahren diente Honduras den USA als Ausgangsbasis für den Krieg der „Contra“-Banden gegen das sandinistische Nicaragua und für Operationen gegen die FMLN-Guerrilla in El Salvador. Neuere Artikel:
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