| Europäischer Rat will mit Putschisten über Freihandel verhandeln | | Drucken | |
| Honduras |
| Donnerstag, den 03. September 2009 um 14:22 Uhr |
|
Thilo Hoppe, Leiter der AG Globalisierung der Grünen, kritisiert die Entscheidung des Europäischen Rates, die Verhandlungen zum Assoziierungsabkommen mit Zentralamerika nicht weiter auszusetzen. »Die Position der EU und Deutschlands gegenüber Honduras muss klar und hart bleiben. Die Putschisten dürfen nicht anerkannt werden, schon gar nicht als Verhandlungspartner für das Assoziierungsabkommen zwischen Zentralamerika und der EU.«
Es sei ein herber Schlag, dass die Kommission für Lateinamerika des Europäischen Rates (COLAT) gestern entschieden hat, die Verhandlungen über das Assoziierungsabkommen weiterzuführen, ohne Honduras auszuschließen, so Hoppe weiter. Diese Verhandlungen waren nach dem Putsch vom 28. Juni 2009 ausgesetzt worden. Bisher hieß es von offizieller Seite stets, dass erst weiter verhandelt werde, wenn Honduras zur verfassungsmäßigen Ordnung zurückgekehrt sei. Die spanische Regierung hat sich dafür ausgesprochen, diese Position beizubehalten, fand aber nicht ausreichend Unterstützung unter den Mitgliedsstaaten. »Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie entsprechend ihrer Rhetorik die Putschisten in Honduras als Verhandlungspartner nicht anerkennt«, so der Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Neuere Artikel:
Ältere Artikel:
|

