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Panama will Wahlen der Putschisten anerkennen | Drucken |  E-Mail
Honduras
Montag, den 21. September 2009 um 13:21 Uhr
Die Regierung von Panama hat angekündigt, die vom Putschisten-Regime in Honduras geplanten Präsidentschaftswahlen am 29. November anerkennen zu wollen. Das meldete der lateinamerikanische Fernsehsender TeleSur. Der Vizepräsident und Außenminister von Panama, Juan Carlos Varela, erklärte, seine Regierung sehe in den "demokratischen Wahlen" einen Ausweg aus der gegenwärtigen Situation, wenn sie in transparenter Weise und als Teil eines landesweiten Dialogs stattfänden. Damit bricht Panama als erstes und bislang einziges Land aus der Front der Staaten aus, die diese Wahlen ablehnen, solange in Honduras nicht wieder verfassungsgemäße Zustände herrschen.

"Wir rufen alle Sektoren auf, in diesen Wahlen einen Ausweg aus der gegenwärtigen Situation zu sehen. Zu den Sektoren, an die wir diesen Aufruf richten, schließen wir auch den verfassungsmäßigen Präsidenten es Landes, Präsident Zelaya, ein", so Varela, der zugleich ankündigte, dass Panamas Präsident Ricardo Martinelli dieses Thema auch bei seiner bevorstehenden Ansprache vor der UNO-Vollversammlung in New York ansprechen werde.

Am 29. November sollen in Honduras ein neuer Präsident und seine drei Vizepräsidenten, die 128 Abgeordneten des Nationalkongresses, zwanzig Abgeordnete des Zentralamerikanischen Parlaments sowie 298 Kommunalvertreter gewählt werden. Die Wahlen waren bereits vor dem Putsch einberufen worden, die Widerstandsbewegung sieht jedoch unter der Herrschaft der Putschisten die Bedingungen für eine ordnungsgemäße Duchführung der Abstimmung als nicht gegeben an. Diese Haltung teilt bislang auch die internationale Gemeinschaft, wie in offiziellen Aussagen der Organisation Amerikanischer Staaten und der UNO deutlich wird.

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