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Erste Bilder von Zelaya in Tegucigalpa | Drucken |  E-Mail
Honduras
Dienstag, den 22. September 2009 um 00:16 Uhr
Tausende von Menschen versammeln sich zur Stunde rund um die brasilianische Botschaft in Tegucigalpa, in der sich seit mehreren Stunden der rechtmäßige Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, aufhält. Nach zwei gescheiterten Versuchen, in sein Heimatland zurückzukehren, ist es dem am 28. Juni gestürzten Präsidenten nun gelungen. Sprecher der Widerstandsbewegung kündigten an, dass die honduranische Hauptstadt in den kommenden Stunden vor Menschen überquellen werde und dass sich das Regime der Putschisten kaum noch 24 Stunden halten könne.

Vor dem Gebäude der diplomatischen Vertretung wehen die Fahnen des Landes sowie der Linkspartei UD und der Liberalen Partei, die Menschen singen die Nationalhymne und die Lieder des Widerstandes. Direkt aus dem Gebäude senden TeleSur und der honduranische Canal 36 Bilder, auf denen zu sehen ist, wie Zelaya die vor dem Gebäude wartenden Menschen begrüßt. Wann sich der rechtmäßige Präsident an die Menschen wird und welches seine nächsten Schritte sein werden, ist noch offen.

Für den morgigen Dienstag wird die Ankunft von OAS-Generalsekretär Insulza in Tegucigalpa erwartet, der die Verhandlungen für ein schnelles Ende der durch den Putsch ausgelösten Krise unterstützen soll.

Die Medien der Putschisten beginnen notgedrungen, die Realität zur Kenntnis zu nehmen. Das Putschistenblatt »El Heraldo« hatte zunächst stundenlang damit getitelt, dass Putschistenchef Micheletti die Anwesenheit Zelayas in Honduras leugnete. Dann wechselte die Überschrift auf die Bestätigung von Zelayas Rückkehr durch das State Department in Washington und mittlerweile zeigt die Homepage selbst ein Foto des rechtmäßigen Präsidenten in den Räumen der brasilianischen Botschaft. Hatte Micheletti zunächst noch überheblich dementiert, dass Soldaten auf die Straße geschickt würden, weil ja gar nichts los sei, wollen die Putschisten heute Nachmittag (Ortszeit) erneut eine Ausgangssperre verhängen.

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