| Putschisten können Radio Globo nicht zum Schweigen bringen | | Drucken | |
| Honduras |
| Montag, den 28. September 2009 um 20:09 Uhr |
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Trotz der Erstürmung der Studios durch die Putschisten ist Radio Globo wieder auf Sendung! Die Moderatoren melden sich live aus dem Untergrund mit Berichten von den Aktionen des Widerstandes, allerdings derzeit nur über Internet. Heute morgen gegen 5 Uhr Ortszeit hatten Soldaten in Tegucigalpa die Studios von Radio Globo und des Fernsehsenders Canal 36 besetzt, die als einzige große Stationen seit dem Staatsstreich das Putschistenregime kritisiert und die Nachrichten der Widerstandsbewegung verbreitet hatten. Radio Globo übertrug den Angriff der Putschisten live und rief zur Solidarität auf, bevor das Signal abbrach. Bereits am Sonntag war ein Neffe des Radio-Globo-Besitzers Alejandro Villatoro von unbekannten Tätern ermordet worden.
Mittlerweile ist Radio Globo unter der Webadresse http://www.radioglobohonduras.com/Radio%20Globo.m3u wieder zu hören. Mit der Verhängung des Ausnahmezustandes, der Aufhebung der Grundrechte und der Erstürmung der kritischen Medien haben die Putschisten drei Monate nach dem Staatsstreich gegen den rechtmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya die Lage in dem zentralamerikanischen Land dramatisch zugespitzt. Das Putschistenregime erklärte die Grundrechte der Unverletzbarkeit der persönlichen Freiheit, das Verbot willkürlicher Verhaftungen, das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit für aufgehoben. Nach dem Dekret der Putschisten sind künftig alle Versammlungen verboten, »die nicht von den Polizei- oder Militärbehörden genehmigt wurden«. Die Verbreitung von Informationen, die sich gegen »das Gesetz und die Regierungsbeschlüsse« richten, ist ebenfalls untersagt. Polizei und Militär werden ermächtigt, »jeden Radiosender, Fernsehkanal und Kabelfernsehbetreiber« abzuschalten, der sein Programm »nicht nach diesen Vorschriften ausrichtet«. Auch die Lage um die brasilianische Botschaft in Tegucigalpa spitzt sich weiter zu. Am Sonntag drohte das Regime damit, in zehn Tagen der Vertretung ihren diplomatischen Status abzuerkennen und das Militär in die Botschaft eindringen zu lassen, um Zelaya zu verhaften, der sich dort seit Anfang vergangener Woche aufhält. Dieser warnte, es bestehe die Gefahr, dass Sturmtruppen der Putschisten in den kommenden Stunden einen Angriff auf die Botschaft wagen könnten. Neuere Artikel:
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