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Putschisten schließen Schulen | Drucken |  E-Mail
Honduras
Donnerstag, den 08. Oktober 2009 um 14:02 Uhr
Das honduranische Putschistenregime hat nach Informationen der Kindernothilfe beschlossen, das Schuljahr elf Wochen vor seinem regulären Ende zu beenden und damit die Kinder und Lehrer für fast fünf Monate in die Zwangsferien zu schicken.

Für die Kindernothilfe und deren Partner vor Ort ist diese Entscheidung ein Skandal, weil das Regime ein politisches Problem auf dem Rücken der Kinder austrage. "Die Regierung will sich der Lehrer als einer wichtigen Oppositionsgruppe entledigen. Aber die Leidtragenden sind dabei wieder einmal die Kinder", erklärt Jürgen Schübelin, Referatsleiter für  Lateinamerika und die Karibik bei der Kindernothilfe. Für die Kinder bedeute die Entscheidung eine massive Einschränkung ihrer Bildungschancen. "Wenn man den ausgefallenen Unterricht im Zusammenhang mit den Ausgangssperren und dem verhängten Ausnahmezustand während der vergangenen Wochen hinzurechnet, wurden die Mädchen und Jungen in einem der ärmsten Länder Lateinamerikas damit praktisch um ein ganzes Schuljahr betrogen", so Schübelin.

Derzeit bereitet die Kindernothilfe den Einstieg in ein überregionales Nothilfe-Programm vor. Es soll den mit Kindernothilfe kooperierenden Nichtregierungsorganisationen und Kirchengemeinden die Möglichkeit geben, während der Zwangsferien mit Stadtteil- und Dorfprogrammen mehrere tausend Kinder zusätzlich zu erreichen.

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