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Verzögerungstaktik der Putschisten | Drucken |  E-Mail
Honduras
Sonntag, den 01. November 2009 um 18:20 Uhr

Der Widerstand geht weiterFrühestens am Dienstag wird es ein Ende der durch den Putsch vom 28. Juni ausgelösten Krise in Honduras geben. Früher will der Sekretär des Kongresses, Ramón Velásquez, das durch die Unterhändler des rechtmäßigen Präsidenten, Manuel Zelaya, und der Putschisten ausgehandelte Abkommen nicht dem honduranischen Parlament zur Ratifizierung übergeben. Als es am Tag des Staatsstreiches darum gegangen war, dem Putsch einen scheinbare Legitimität zu verleihen, brauchten die Abgeordneten nur zwei Stunden, um sich zu einer Sondersitzung zu versammeln.


Nun aber sind Herrn Velásquez seine Wahlkampftermine am Sonntag wichtiger, und am Montag könne er wegen Allerseelen ebenfalls nicht arbeiten.

Um dem formalen Rahmen Genüge zu tun, muss Velásquez das Dokument bei Parlamentspräsident Ramón Saavedra einreichen. Dieser nannte noch kein Datum für die Behandlung des Abkommens, er werde die Abgeordneten aber "bald" einladen. Diktator Micheletti betonte unterdessen, bis zu einer Ratifizierung des Abkommens und einer Wiedereinsetzung Zelayas in sein Amt bleibe dieser "Gast im Haus Brasiliens". Seit seiner überraschenden Rückkehr nach Honduras am 21. September hält sich Zelaya in der brasilianischen Botschaft in Tegucigalpa auf.

Zelaya forderte, er müsse spätestens am Donnerstag wieder in sein Amt eingeführt werden.

In Venezuela würdigte der Vizepräsident des Lateinamerikanischen Parlaments und internationale Sekretär der Kommunistischen Partei des südamerikanischen Landes, Carolus Wimmer, das erreichte Abkommen als einen Erfolg des honduranischen Volkes. "Ohne die heldenhafte Mobilisierung des honduranischen Volkes und seiner Avantgarde, der Volkswiderstandsfront gegen den Putsch, sowie ohne die feste Haltung von Präsident Zelaya, ohne die aktive Solidarität des ALBA-Blocks und die umfassende Zurückweisung der Völker der Welt hätte es keinen taktischen Rückzug des Imperialismus und seiner lokalen Agenten, den Militär-Gorillas und den faschistischen Oligarchen, gegeben." Zugleich warnte Wimmer, das Ziel des Imperialismus sei, Zelaya für wenige Wochen an die Präsidentschaft zurückzulassen, um ihn dann durch windelweiche Wahlen ablösen zu können, durch die das dem State Department unterworfene neokoloniale Regime gefestigt werden soll. Die mörderische Oligarchie von Honduras habe aber jede Legitimität zum Regieren verloren.


 


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