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Frauen klagen an: Über 400 Übergriffe durch die Putschisten | Drucken |  E-Mail
Honduras
Dienstag, den 03. November 2009 um 14:31 Uhr

Frauen im Widerstand gegen die PutschistenFrauenorganisationen in Honduras haben in einem Bericht mehr als 400 Übergriffe durch das Putschistenregime gegenüber Frauen seit dem Staatsstreich vom 28. Juni dokumentiert. In dem Dokument, das der Interamerikanischen Menschenrechtskommission übergeben wurde, führen die Frauenorganisationen detailliert zahlreiche Fälle von Menschenrechtsverletzungen auf, angefangen bei Beschimpfungen und Drohungen über Schläge, willkürliche Entlassungen und sexuelle Gewalt gegen Frauen. Zwei Frauen starben in Folge der Übergriffe von Polizei und Militär gegen die Demonstrationen der Widerstandsbewegung.


Mindestens sieben Frauen und Mädchen wurden von Polizisten und Soldaten nach ihrer Verhaftung oder während der vom Regime verhängten Ausgangssperren vergewaltigt. »Alle Arten von Frauen wurden missbraucht: Arbeiterinnen, Lehrerinnen, Anwältinnen, Richterinnen«, klagt Jessica Sánchez von der Organisation »Feministinnen im Widerstand«, die zu den Autorinnen des Berichts zählt.

Zugleich hat das Putschistenregime versucht, die Institutionen zu zerschlagen, die sich um die Verteidigung der Frauenrechte in Honduras kümmern. So wurde zahlreiche Angestellte des Nationalen Fraueninstituts bedroht und entlassen.

»Die von den Frauen erkämpften Fortschritte sind unter der Putschherrschaft in Gefahr«, warnt auch Adelay Carías Reyes, die ebenfalls den »Feministinnen im Widerstand« angehört.

Auch Kinder und Jugendliche gehören zu den Opfern der Putschisten. Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNESCO zufolge wurden in 79 Fällen die Rechte von Minderjährigen durch die Sicherheitskräfte der Putschisten verletzt.

 


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