| Kolumbianische Armee missbrauchte Symbole des Roten Kreuzes und von TeleSur | | Drucken | |
| Kolumbien |
| Samstag, den 12. Juli 2008 um 18:07 Uhr |
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Erklärung der FARC zur Flucht der Gefangenen Der Rechtsanwalt der bei der Befreiung von 15 Gefangenen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) verhafteten Guerrilleros, Rodolfo Ríos, hat Aussagen des Guerrilleros "César" - Gerardo Aguilar - wiedergegeben, wonach die kolumbianischen Streitkräfte Symbole des kolumbianischen und des Internationalen Roten Kreuzes sowie das Auftreten des lateinamerikanischen Nachrichtensenders TeleSur kopiert hätten, um das Vertrauen der FARC-Kämpfer zu erlangen. Die Guerrilleros seien angesichts des Auftretens der Militärs davon ausgegangen, Zeugen einer humanitären Aktion zu sein, wie es sie in den vergangenen Monaten mehrfach - meist durch Vermittlung Venezuelas - gegeben hatte. Bei der Aktion, die von den kolumbianischen Truppen unter dem Codenamen "Operation Schach" durchgeführt worden war, waren die frühere Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt und weitere 14 Gefangene, unter ihnen mehrere US-Amerikaner, befreit worden. Der Anwalt kritisierte auch, dass die kolumbianischen Sicherheitskräfte die Rechte der Verhafteten verletzt habe, weil sie keinem Haftrichter vorgeführt worden seien. Er kündigte auch an, Rechtsmittel gegen die von den USA betriebene Auslieferung von "César" und "Gafas" - Alexander Farfán - einzulegen. Die USA haben die Überstellung der beiden Guerrilleros wegen der "Entführung" von drei US-Amerikanern beantragt. Eine Auslieferung in die USA komme nicht in Frage, so der Anwalt, da sich die Ereignisse in Kolumbien abgespielt hätten. Ausserden seien die US-Amerikaner nicht entführt worden, sondern gefangen genommen worden, als ihr Flugzeug über Guerrillagebiet abstürzte. Die US-Amerikaner seien als Agenten rein militärisch und geheimdienstlich tätig gewesen und hätten die Regierungstruppen gegen die Guerrilla unterstützt. Sie seien deshalb Kriegsgefangene der Guerrilla gewesen. Ríos verlangte, dass die Gefangennahme von US-Agenten durch die Guerrilla im Rahmen des Völkerrechts oder des internationalen Kriegsrechtes verhandelt werden müsse, da der kolumbianische Konflikt dadurch internationale Dimensionen angenommen habe. Wie der Anwalt ausserdem sagte, hat "César" dementiert, für die Befreiung der 15 Gefangenen Geld erhalten zu haben, wie es der schweizerische Rundfunk RSR gemeldet hatte. Die Funkverbindungen der Guerrilla seien abgehört worden, wodurch der Betrug mit der falschen humanitären Mission möglich geworden sei. "Und César selbst sagte mir, er sei in die Falle gegangen", so Rechtsanwalt Ríos. Sollte diese Version zutreffen, scheint die Guerrilla wirklich die Freilassung der Gefangenen vorbereitet zu haben. Bereits am 6. Juli hatte die Agentur IPS unter Berufung auf eine Quelle aus der Guerrilla berichtet, die Freilassung der Gefangenen sei für das Wochenende 5./6. Juli vorgesehen gewesen, die Regierungstruppen hätten lediglich die Vorbereitungen abgehört und seien dann durch ihre Aktion der Freilassung zuvor gekommen. Die FARC selbst haben hingegen den Guerrilleros "César" und "Gafas" Verrat vorgeworfen. Den Wortlaut der FARC-Erklärung dokumentieren wir hier. Quellen: TeleSur, Rebelión / RedGlobe Neuere Artikel:
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