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Nach Missbrauch von Rotkreuz-Symbol: Wachsende Kritik an Regierung in Bogotá |
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Kolumbien
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Montag, den 28. Juli 2008 um 14:21 Uhr |
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Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat in seiner wöchentlichen Fernsehsendung "Aló Presidente" den Missbrauch der Symbole des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und des lateinamerikanischen Nachrichtensenders TeleSur durch die kolumbianische Regierung verurteilt. Kolumbiens Verteidigungsminister Santos hatte eingeräumt, dass die Regierungstruppen während der "Operation Jaque" (Schach), bei der u.a. die frühere Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt und drei US-Agenten aus der Gewalt der Guerrilla befreit worden waren, diese Symbole benutzt hatten, um das Vertrauen der Guerrilleros zu gewinnen.
"Das ist ein internationales Verbrechen", sagte Chávez mit Blick auf den Verstoß gegen das völkerrechtliche Verbot, die Symbole des Roten Kreuzes zu missbrauchen. "Ich würde das nie tun, aber wenn ich das aus Versehen doch einmal getan hätte, hätten sie mich schon in Den Haag angeklagt", sagte der venezolanische Präsident. Zugleich legte er dem kolumbianischen Präsidenten Uribe nahe, Verteidigungsminister Santos zu entlassen, da dieser in seinen Erklärungen noch immer Venezuela als Feind Kolumbiens darstelle.
Noch einmal dementierte Chávez auch Medienberichte, wonach Russland Militärbasen in Venezuela einrichten dürfe. Diese Lügen entstammten den Propagandaküchen der USA, sagte Chávez und fuhr fort: "Es sind aber die USA, die weltweit Militärbasen eingerichtet haben. Zieht euch zurück aus Guantánamo auf Cuba, gebt Puerto Rico die Freiheit, damit es eine Republik sein kann."
Auch TeleSur und das Rote Kreuz hatten den Missbrauch ihrer Symbole verurteilt. Das IKRK erklärte, seine Symbole seien durch das humanitäre Völkerrecht geschützt. Man führe nun "einen vertraulichen Dialog mit den kolumbianischen Behörden", sagte Operationschefing Maria dos Anjos Gussing. Der Missbrauch der Rotkreuz-Symbole durch die kolumbianischen Streitkräfte mache die echten Vertreter des Roten Kreuzes in den Augen der kriegführenden Parteien verdächtig, warnte die Vertreterin des IKRK.
Quellen: TeleSur, IKRK / RedGlobe
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