| FARC kündigen einseitige Freilassung von Pablo Emilio Moncayo an | | Drucken | |
| Kolumbien |
| Donnerstag, den 16. April 2009 um 16:10 Uhr |
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Der lange Kampf des als »Friedenswanderer« international bekannt gewordenen Lehrers Gustavo Moncayo um eine friedliche Lösung des bewaffneten Konflikts in Kolumbien scheint zumindest für diesen persönlich endlich einen Erfolg zu haben. Wie die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) in einem Schreiben an die liberale Senatorin Piedad Córdoba ankündigen, wollen sie einseitig den seit zehn Jahren von ihnen gefangen gehaltenen Sohn von Gustavo Moncayo, Pablo Emilio, freilassen und ihn persönlich einer von der Senatorin Córdoba und Gustavo Moncayo geleiteten Kommission übergeben.
Diese Geste ohne Gegenleistung sei eine Antwort auf die wiederholten Bitten der Senatorin, des Lehrers, der Gruppe der Kolumbianerinnen und Kolumbianer für den Frieden sowie der Präsidenten Rafael Correa und Hugo Chávez, heisst es in der Erklärung der Guerrilla. Zugleich schreiben die FARC in ihrer Erklärung, die Freilassung sei ein weiterer Beleg für ihren Willen, ohne weitere Verzögerung zu einem humanitären Abkommen zu kommen und dadurch den Weg zu einer politischen Lösung des Konflikts zu eröffnen. Gustavo Moncayo und mit ihm sein Sohn waren international bekannt geworden, als der Lehrer sich 2005 Ketten anlegen ließ und ankündigte, sie er erst nach der Freilassung seines Sohns wieder abzulegen. 2007 begab er sich auf den 1000 Kilometer langen Fußmarsch von seinem Dorf, Sandoná, in die Hauptstadt Bogotá. Nach 46 Tagen Fußmarsch wurde er auch vom kolumbianischen Präsidenten Uribe empfangen, der jedoch darauf beharrte, den »Terroristen« keine Zugeständnisse machen zu wollen. Nachdem Ende dieser beeindruckenden Demonstration besuchte Moncayo zahlreiche Länder der Welt, um auch international für eine friedliche Lösung des Konflikts zu werben. Im Gespräch mit RedGlobe sagte er damals: »Wir sind der Gewalt müde, wir sind es leid zu sehen, wie die Leute aus dem Volk, die Bauern, weiter einen traurigen Tod in diesem Krieg sterben.“ Es seien die armen, die einfachen Menschen, die unter der Gewalt leiden, für die alle Konfliktparteien die Verantwortung tragen (RedGlobe-Meldung vom 8. November 2007: Hier klicken). Neuere Artikel:
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