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Wir dokumentieren nachstehend die gemeinsame Erklärung der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) in der von der Tageszeitung junge Welt in ihrer heutigen Ausgabe veröffentlichten Übersetzung.
Die Führung der Guerilla des kolumbianischen Ostens, der Arauca, Casanare, Boyacá und einen Teil der Santanders umfaßt, erklärt mit Unterstützung der obersten Kommandostrukturen des Nationalen Sekretariats und des Zentralkommandos, daß die tragische Konfrontation, die es zwischen den FARC-EP und der ELN im Departamento Arauca gegeben hat, endgültig beendet ist.
Wir haben uns im Departamento Arauca unter Genossen in einer Atmosphäre von großer Offenheit und Herzlichkeit getroffen, um die Ursachen zu diskutieren, die zu einer unglücklichen und absurden Konfrontation zwischen Bruderorganisationen geführt haben. Wir stützen und befolgen den Geist und die Festlegungen des Abkommens zwischen beiden nationalen Führungen vom Dezember 2009.
Wir haben eine tiefgreifende Reflexion über die Motive durchgeführt, die die Konfrontation verursacht haben, und werden vor allem an Lösungen arbeiten, um in Zukunft die Wiederholung eines solchen großen Fehlers zu verhindern.
Selbstkritisch erkennen wir an, daß wir die Bevölkerung geschädigt und in Mitleidenschaft gezogen haben. Die Episoden sind schmerzhaft und die Konsequenzen bedauerlich. Deshalb sprechen wir allen Betroffenen unser Mitgefühl und unsere Entschuldigung aus.
Diese Einigung zwischen Bruderorganisationen ist eine wertvolle Ermutigung für den Widerstand Araucas und der Kolumbianer. Zweifellos wird sie Ziel von Provokationen und tendenziösen Versionen der Kampagne zur Aufstandsbekämpfung werden.
Wir sind zu der Schlußfolgerung gelangt, daß wir die Differenzen so lösen müssen, daß wir aus ihnen Stärke und konstruktive Entscheidungen ziehen und gemeinsame Wege schaffen können.
Wir verlassen dieses Treffen mit der Verpflichtung und beseelt davon, mit größtem Einsatz gerissene Wunden zu heilen, uns vollständig zu verbrüdern, die Rückkehr der Bauern auf ihre Ländereien zu fördern und das Vertrauen und die Hoffnung in die Aufständischen wiederaufzubauen, die vom Blute des heldenhaften araucanischen Volkes sind.
Wir bekräftigen, daß unsere Kämpfer und unsere Waffen nur der Verteidigung der Interessen unserer Völker dienen, indem sie die Schlacht für das neue Kolumbien führen, zu dem wir mit so vielen Kämpfen und Opfern beigetragen haben.
An diesem 200. Jahrestag des Rufs nach Unabhängigkeit wenden wir uns mit Würde und Größe gegen die nordamerikanische militärische Besatzung, die Ausplünderung durch die multinationalen Konzerne und die Kriecherei der Oligarchie, von der nur Privilegien für die Mächtigen und Unglück für die einfachen Menschen zu erwarten ist. Wir ermutigen unser Volk, darauf mit den größten und heldenhaftesten Kämpfen für die endgültige Unabhängigkeit, für den Frieden, die Gerechtigkeit und gesellschaftliches Glück zu antworten.
Abschließend umarmen wir die Kämpfer, Aktivisten und das araucanische Volk herzlich.
Östliche Kriegsfront der Nationalen Befreiungsarmee, ELN
Ostblock der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens, Armee des Volkes, FARC-EP
Zentralkommando der ELN
Sekretariat der FARC-EP
Berge von Arauca, 14. September 2010
Quelle: junge Welt / RedGlobe
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