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FARC-Chef Alfonso Cano getötet | Drucken |  E-Mail
Kolumbien
Samstag, den 05. November 2011 um 21:23 Uhr

Alfonso CanoWie die kolumbianische Regierung triumphierend mitteilt, ist es den Regierungstruppen des südamerikanischen Landes gelungen, den obersten Comandante der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) zu ermorden. Der Guerrillero sei bei einem Bombenangriff auf ein Lager der Organisation in Cauca getötet worden, erklärte Staatschef Juan Manuel Santos. Von Seiten der FARC gibt es bislang keine Bestätigung für diesen erneuten Schlag, mehrere der Guerrilla nahestende Medien kommentieren die Ermordung Canos jedoch bereits und haben offenbar keinen Zweifel daran, dass die Angaben des Regimes korrekt sind.



Die legale Kolumbianische Kommunistische Partei (PCC) kritisiert den Tod Canos als schweren Schlag für die Hoffnungen der Kolumbianer auf Frieden. Sie befürchtet, dass die Ermordung des Comandante den gesellschaftlichen und bewaffneten Konflikt weiter verschärfen wird, den das Land seit mehr als fünf Jahrzehnten erleidet.

Es wird damit gerechnet, dass Cano an der Spitze von Timoleón Jiménez (“Timochenco”), Iván Márquez, Joaquín Gómez oder Pablo Catatumbo abgelöst werden wird. Eine Spaltung der Organisation oder Auseinandersetzungen zwischen den führenden Persönlichkeiten der ältesten und stärksten Guerrilla des Kontinents wird von Beobachtern hingegen ausgeschlossen.

 


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