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Peru
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Donnerstag, den 25. März 2010 um 14:36 Uhr |
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Das englisch-französische Ölunternehmen Perenco will im peruanischen Amazonas-Regenwald eine Pipeline legen, über die schätzungsweise 300 Millionen Barrel Öl abtransportiert werden sollen. Diese Pipeline bedeutet jedoch eine tödliche Gefahr für die in dieser Region isoliert lebenden indigenen Völker, auf die der Konzern keine Rücksicht nehmen will. In einem Bericht Perencos zu den möglichen sozialen und ökologischen Auswirkungen der Pipeline, die kürzlich auf der Internetseite des peruanischen Energieministeriums veröffentlicht wurde, werden die Indigenen nicht erwähnt, obwohl sie durch den Kontakt mit Mitarbeitern von Perenco erheblichen Schaden nehmen könnten. Es wird auch nicht auf die Tatsache eingegangen, dass die Pipeline durch ein geplantes Reservat der unkontaktierten Indigenen verlaufen würde.
»Perenco versäumt es zu erwähnen, dass die geplanten Bauarbeiten in einem Gebiet von unkontaktierten indigenen Gruppen stattfinden soll, und erinnert damit an das Verhalten der Briten in Australien zur Kolonialzeit. Um frei über das Land verfügen zu können wird die Existenz der Indigenen geleugnet«, kritisiert deshalb der Direktor von Survival International, Stephen Corry.
Das peruanische Energieministerium hat den Perenco-Bericht nicht genehmigt, sondern das Unternehmen aufgefordert, angesichts der »möglichen Existenz« unkontaktierter Völker in der Region, einen »anthropologischen Ausweichplan« zu verfassen. Das von dem Oxford-Absolventen Francois Perrodo geleitete Unternehmen bestreitet die Existenz von unkontaktierten Indigenen in dieser Region, obwohl ein anderes Unternehmen, das zuvor in diesem Gebiet gearbeitet hat, ein Aufeinandertreffen für »wahrscheinlich« hält.
Die Pipeline soll sich über 207 Kilometer erstrecken und mit einer bereits vorhandenen Pipeline verbunden werden, um das Öl bis zur peruanischen Pazifikküste zu transportieren. Laut Perencos Bericht wird der Regenwald 500 Meter auf beiden Seiten der Pipeline betroffen sein. Der Konzern plant, die Pipeline im Jahr 2013 in Betrieb zu nehmen. Hochrangige Regierungsbeamte in Peru hoffen, dass die Pipeline einen wirtschaftlichen Aufschwung mit sich bringen wird.
Quelle: Survival International / RedGlobe
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