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Venezuela erinnerte an 16. Jahrestag von Chávez' Aufstand
Venezuela
Dienstag, den 05. Februar 2008 um 17:13 Uhr
Der venezolanische Präsident Hugo Chávez leitete gestern in der Paramacay-Kaserne von Carabobo die offizielle Zeremonie zum 16. Jahrestag des von ihm geleiteten Aufstandes vom 4. Februar 1992. Damals hatte Chávez gemeinsam mit zahlreichen Offizieren und Soldaten versucht, die korrupte Regierung von Carlos Andrés Pérez zu stürzen. Der Aufstand scheiterte zwar, aber ein kurzer Fernsehauftritt, in dem Chávez die Verantwortung für die Ereignisse übernahm, machte ihn populär.

In seiner über alle Rundfunk- und Fernsehsender des Landes übertragenen Rede sagte Chávez: "Die Geschichte hat uns auf den Weg gebracht. (...) Wir sind - es ist notwendig, das zu sagen - die Söhne und Töchter Bolívars. Hier stehen wir und verwirkloichen das bolivarische Heimatland."

Der Präsident dankte den Streitkräften für ihren Einsatz im Kampf gegendie Warenverknappung und rief dazu auf, in die Offensive zu gehen und gegen jeden Versuch der Destabilisierung durch Warenknappheit wachsem zu sein. Es komme nicht darauf an, gegen die kleinen Händler vorzugehen, sondern darauf, ein Auge auf die großen Lebensmittel- und Apothekenketten zu haben, die der Oligarchie zu Diensten stehen und denen er androhte, sie zu besetzen und in den Dienst des Volkes zu stellen, wenn es ihnen einfallen sollte, das Land und das venezolanische Volk anzugreifen. "Sie werden uns auf keinem Weg und unter keinen Umständen besiegen können", unterstrich Chávez.

Mit Blick auf die Regional- und Kommunalwahlen im Herbst rief Chávez dazu auf, die bei vergangenen Wahlen eroberten Räume zu verteidigen. Es sei undenkbar, von Bolivarianos regierte Regionen in die Hände einer Person zu geben, die kein Revolutionär sei. Deshalb sei es jetzt wichtig, dafür zu arbeiten, dass der Veränderungsprozess weiter voranschreitet. Er rief dazu auf, den Kampf gegen verantwortungslosigkeit, Ineffizienz und Bürokratismus zu vertiefen. "Wir sind verpflichtet, den Angriff der K0onterrevolution aufzuhalten", erklärte Chávez. Zum ersten Mal habe Venezuela einen Präsidenten, der keiner anderen Kraft gehorche als dem venezolanischen Volk, dem Amtseid und seiner Verpflichtung gegenüber dem Volk. Er sei auch der erste Präsident seit langer Zeit, der von niemandem manipuliert werde und keinem Befehl der Oligarchie oder einer ausländischen Macht gehorche, sondern "jeden Tag mehr" dem Befehl des venezolanischen Volkes folge.

Hinsichtlich der von der kolumbianischen Guerrilla angekündigten Freilassung von drei weiteren Gefangenen erklärte der venezolanische Präsident, dass seine Regierung bereits die Maßnahmen ergriffen habe, um die ehemaligen Parlamentsabgeordneten in Empfang zu nehmen. Man habe erfreut die Ankündigung der FARC entgegen genommen, einseitig weitere Gefangenen freizulassen. Zugleich wies er darauf hin, dass in dem Nachbarland ein Krieg herrsche und zahlreiche Personen in den Händen der FARC Kriegsgefangene seien, die bei Kämpfen gefangen genommen wurden. Ebenso gebe es eine große Zahl inhaftierter Guerrilleros, die ebenfalls Kriegsgefangene seien.

Er rief die Guerrilla auf, von Entführungen abzusehen und rief dazu auf, nicht länger die Situation in Kolumbien zu verkennen: "Venezuela grenzt nicht an den kolumbianischen Staat, sondern an die aufständischen Kräfte Kolumbiens, die einen anderen Staat mit eigenen Gesetzen haben. Das ist eine Realität, die man nicht weiter ignorieren darf: ein innerer Krieg, an dem wir uns nicht beteiligen. Wir wollen nur Frieden für Kolumbien und die ganze Welt, wir wollen keine weiteren Kriege!"

Quelle: MinCI / RedGlobe
 
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