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Chávez warnt Kolumbien: Verletzung der Souveränität wäre Kriegsgrund
Venezuela
Sonntag, den 02. März 2008 um 03:22 Uhr
Nach einem Eingeständnis der kolumbianischen Armee, bei der Jagd auf Kämpfer der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) das Staatsgebiet Ecuadors verletzt zu haben, hat Venezuelas Präsident Hugo Chávez diese Verletzung der Souveränität eines Nachbarlandes durch das Regime in Bogotá scharf verurteilt. Bei der Militäraktion, in deren Verlauf auch der FARC-Sprecher Raúl Reyes ermordet worden war, waren kolumbianische Soldaten auf ecuatorianisches Gebiet eingedrungen und hatten anschließend die Leichen der Guerrilleros zurück auf kolumbianisches Gebiet gebracht.
"Lassen Sie sich hier (in Venezuela) so etwas nicht einfallen, Präsident Uribe, denn das wäre etwas sehr schwerwiegendes. (...) Ein militärisches Eindringen auf venezolanisches Gebiet wäre ein Kriegsgrund! Es gibt dafür keine Entschuldigung", warnte Chávez. "Passen Sie auf mit Ihrem kriegerischen Wahnsinn und Ihrem Eifer, Bluthund des US-Imperiums zu sein", sagte der venezolanische Präsident.

Angesichts des offenen Eingeständnisses des kolumbianischen Staatschefs Uribe, dass kolumbianische Truppen in Ecuador eingedrungen waren, sagte Chávez: "Völlig leichtfertig hat die Regierung Kolumbiens anerkannt, die Souveränität eines Nachbarlandes verletzt zu haben, und das ganz fröhlich und verantwortungslos. Das ist besorgniserregend!"

Während einer Militäroperation im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Ecuador hatten kolumbianische Truppen eine Einheit der FARC angegriffen und 17 Guerrilleros getötet, unter ihnen den als "Nummer 2" der Guerrilla geltenden Raúl Reyes. Reyes war offenbar auf ecuatorianischem Gebiet getötet worden, der Leichnam dann aber nach Kolumbien zurückgebracht worden.

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