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Chávez entschuldigt sich für Angriffe auf verbündete Parteien
Venezuela
Freitag, den 16. Januar 2009 um 04:12 Uhr
Bei einem Treffen der Parteien, die eine Änderung der venezolanischen Verfassung zur Ermöglichung einer Wiederwahl gewählter Amtsträger unterstützen, haben PSUV, PPT, PCV und kleinere Organisationen ihren Streit beigelegt, der im Vorfeld der Regionalwahlen offen ausgebrochen war. Venezuelas Präsident Hugo Chávez entschuldigte sich für seine scharfen Angriffe auf die Bündnispartner: »Bei einer Gelegenheit habe ich eine Erklärung abgegeben, die dann Spaltungen zwischen uns provoziert hat. Heute freue ich mich, dass ich dazu aufrufen konnte, wieder zusammenzukommen«.

An dem Treffen im Bezirkstheater von Caracas nahmen neben Chávez und PSUV-Vizechef Alberto Müller Rojas die führenden Vertreter von »Heimatland für alle« (PPT), José Albornoz, Kommunistische Partei Venezuelas (PCV), Oscar Figuera, »Venezolanische Volkseinheit« (UPV), Lina Ron, und andere teil. Im Saal waren die Fahnen aller verbündeten Parteien zu sehen und ohne Unterschied der Parteizugehörigkeit feierten die Anhänger des Präsidenten die wiedergewonnene Einheit.

»Die Geburt der PSUV hat sicherlich Probleme und einige Spannungen verursacht, aber seht her: hier sind wir, wir haben die Prüfung bestanden. Diejenigen, die sie nicht bestanden haben, sind auf der anderen Seite, sie sind fort. Das ist sehr wichtig, das sind Feuerproben!« rief Chávez in seiner auch vom staatlichen Fernsehen übertragenen Rede aus.

PPT-Generalsekretär Albornoz freute sich: »Das revolutionäre Lager hat sich nicht zersplittert, trotz der Versuche vieler, es zu provozieren«. Trotz einiger Diffenzen in taktischen Fragen gäbe es keinen Zweifel, das sich das Land auf dem richtigen Weg befindet, um ein revolutionäres Land aufzubauen. »Dies ist die erste Revolution der Welt, die sich in Frieden und Demokratie vollzieht«. Es gehe nun darum, die Demokratie zu vertiefen und auszuweiten.

Der Generalsekretär der venezolanischen Kommunisten, Oscar Figuera, unterstrich die Bedeutung der Einheit des Volkes gegenüber irgendwelchen Parteilinien. »Mit dieser Veranstaltung bekräftigen wir unsere historische Verpflichtung zur Veränderung der venezolanischen Gesellschaft«, sagte Figuera. »Den Weg zum Sozialismus aufzubauen, ist möglich. Wir stehen vereint für das Heimatland, heute und immer an der Spitze der Kämpfe des Volkes«, hob er hervor.
 
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